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Er ist ein grosser Künstler. Sein cineastisches Werk mit grandiosen Filmen wie «Rosemarys Baby» oder «The Pianist» ist unbestritten. Als Regisseur hat der Oscarpreisträger einen einwandfreien Leumund.
Aber Roman Polanski ist auch ein Kinderschänder. Schon Ende der 70er gestand er, die damals 13-Jährige Samantha Geimer (heute 46) erst mit Drogen und Alkohol gefügig gemacht und dann vergewaltigt zu haben.
Die Gemüter sind gespalten – denn seine Tat beschönigen möchte niemand. Doch zahlreiche Prominente und Normalos auf der ganzen Welt stärken Polanski trotz allem vorbehaltlos den Rücken. Ihre Rechtfertigung: Sie betrachten den Künstler losgelöst vom Menschen.
Die Berliner Promi-Psychologin Konstanze Fahki (63) findet gegenüber der «Bild»-Zeitung klare Worte: «Das ist die schlimmste Form der Heldenverehrung. Verklärt wird nur das künstlerische Werk von Polanski. Auf der menschlich-sozialen Ebene ordnet man die Tat an sich gar nicht ein.»
Und so übt auch kaum jemand Kritik an Roman Polanski. So wollen Schauspieler wie Harrison Ford (67), Monica Bellucci (44) oder «Zurich Film Festival»-Präsidentin Debra Winger (54) wollen laut der «Bild» gar Stars in aller Welt dazu aufrufen, eine Petition für seine Freilassung zu unterzeichnen.
Auch Schweizer Vips wie Schauspieler Martin Rapold ereifern sich: «Das stinkt nach einem Deal im Kontext der UBS-Affäre», sagte er an der «A Tribute To Polanski»-Feier. Auch Dokumentarfilmer Christoph Frei redete sich in Rage: «Ich schäme mich als Schweizer. Das ist himmeltraurig und eine Respektlosigkeit gegenüber Künstlern und Kulturschaffenden.» (b3i)
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Roman Polanski sitzt im Gefängnis. (AP)