«2012» Wer darf überleben?

  • Publiziert: 11.11.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Danica Gröhlich

ZÜRICH – Erdbeben, Ascheregen und Riesenwellen: Mit «2012» erschuf Regisseur Roland Emmerich ein apokalyptisches Super-Spektakel, das an Action kaum zu überbieten ist.

«Ich dachte, wir hätten mehr Zeit!» Mit Schrecken müssen die Protagonisten in Roland Emmerichs neuem Blockbuster «2012» feststellen, dass das Ende der Welt nicht nur naht, sondern auf sie zurast. Doch erst als die Erde bereits auseinanderzubrechen beginnt, wird das Ausmass der Katastrophe klar.

Welches die US-Regierung allerdings seit Jahren kannte. Während die Wissenschaftler rum um Adrian Helmsley (Chiwetel Ejiofor) nach einem Ausweg suchen, wird im Weissen Haus an einem geheimen Evakuierungsplan gearbeitet. Dieser sieht jedoch nicht die Rettung aller Menschen auf modernen Arche Noahs vor, sondern eine Zweiklassengesellschaft der Reichen und Mächtigen auf der einen Seite.

Für das gemeine Volk andrerseits bleibt nur der Überlebenskampf gegen die entfesselten Naturgewalten. So zum Beispiel für Jackson Curtis (John Cusack) und seine zwei Kinder, die zuvor im Yellowstone-Nationalpark auf den exzentrischen Wissenschaftler Charlie Frost (Woody Harrelson) treffen. Essiggurkenkauend prophezeit dieser schon länger über Radio das Ende der Welt. Schliesslich reichte der Kalender der Maya auch nur bis zum 21. Dezember 2012 – danach kommt nichts mehr.

Die Erde öffnet sich, es kracht und Wolkenkratzer stürzen ein. Der deutsche Regisseur Roland Emmerich («Independence Day», «The Day After Tomorrow») greift diesmal noch tiefer in die Trickkiste. An «2012» waren bis zu zwölf Firmen weltweit alleine damit beschäftig, die visuellen Effekte nach seinen Vorstellungen umzusetzen. Neben all dem Spektakel versucht er immer glaubwürdig zu bleiben und erschafft Figuren, die einem mit ihren Lebensgeschichten ans Herz wachsen.

Trotz Knalleffekten nimmt sich «2012» auch die Zeit für ruhige Passagen, die zum Nachdenken anregen. Ist sich am Schluss doch jeder selbst der Nächste? Was sollten wir der Nachwelt hinterlassen? Muss ich vor dem Ende noch etwas bereinigen?

Nach 150 Minuten geballter Action kann der Zuschauer endlich aufatmen. Völlig geplättet wird er dann aus dem Kino treten, in die Sonne blinzeln und sich wundern, dass die Welt nicht wirklich untergegangen ist – zumindest bis zum 21. Dezember 2012.

Film-Tipp

«2012» wird ab dem 12. November die Kinos zum Beben bringen.

An der Seite von John Cusack kämpfen Amanda Peet, Oliver Platt, Thandie Newton, Danny Glover, Chiwetel Ejiofor und Woody Harrelson um das Überleben der Menschheit.

Top 3

1 Neue Szenen aus «The Dictator» Probleme mit dem Raketen-Dildobullet
2 Todesfall Claudia Laffranchi mit 49 Jahren verstorbenbullet
3 Neues aus Hollywood Rupert Grint kennt keinen Arbeitsmangelbullet

Kino