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Blasse Haut, grüne Augen und verführerische Lippen: Kann eine Person mit einem Engelsgesicht wie Roxane Mesquida eine ganze Film-Crew verzweifeln lassen? Ja! Im Herbst 2008 verbrachte Regisseur Michael Steiner (41) mit seinem Team zwei Monate auf der Alp im bündnerischen Bergell. Er drehte «Sennentuntschi»: Drei Bergler vergehen sich an einer Strohpuppe, die zum Leben erwacht.
Die wichtigste Rolle im Film, das Sennentuntschi, spielt Roxana Mesquida. Ein grosser Druck lastete auf der zarten Französin. Und sie konnte ihm nicht standhalten: Mesquida heulte, zickte und bockte nach jedem Schnitt. Einmal brach sie sogar heulend zusammen, weil Regisseur Steiner sie so schikaniert habe.
Ist Steiner gnadenlos? «Manchmal müssen Schauspieler auf die Zähne beissen. Tun sie das nicht, werde ich laut und fordernd», gesteht er. «Eine gewisse Reibung ist gut und normal am Set. Stimmt aber die Vorbereitung eines Schauspielers nicht, helfe ich nach, bis das Schauspiel überzeugt.» Ein Mitglied der Film-Crew stöhnt: «Ständig mussten wir auf sie warten. Sie ist ein verwöhntes Pariser Püppchen, das immer etwas auszusetzen hat.»
Roxane sei bei ihren Szenen oft unkonzentriert gewesen. «Ganz Diva machte sie keinen Schritt in der Natur ohne ihre Assistentin, die ihr die Haare zurechtzupfte.»
Wie schlimm der Dreh für Roxane tatsächlich war, will sie selbst nicht verraten, sagt aber: «Ich stiess an meine Grenzen.» Auch weil sie auf der Alp bei null Grad Kälte in einem Nachthemdchen draussen drehte. Sie ist es sich nicht gewohnt auf 2100 Meter Höhe auf Felsblöcke zu kraxeln. Mesquida: «Ich arbeite viel lieber im Studio – dort ist es komfortabler.»
Steiner: «Am Ende wollen die Leute gute Schauspieler sehen und es ist mein Job, dafür zu sorgen.»