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In einer Pressemitteilung teilt die Leitung des Zurich Festival mit, dass die Preisübergabe an Roman Polanski auf unbestimmte Zeit worden sei. Man habe «mit Bestürzung und grosser Betroffenheit von der Festnahme erfahren».
Die für heute Sonntag angesetzte «Tribute to Roman Polanski»-Retrospektive, in der ausgewählte Werke des Regisseurs gezeigt werden, wird planmässig durchgeführt. Die Festival-Leitung will Polanskis Schaffen bei dieser Gelegenheit würdigen und ihre Solidarität ausdrücken.
Der Verband der Regisseure bezeichnet das Vorgehen der Behörden nicht nur als «groteske Justizposse», sondern auch als «ungeheueren Kulturskandal».
Dass Polanski in der Schweiz verhaftet worden sei, werde dem Land weltweit Schaden zufügen, schreibt der Verband Filmregie und Drehbuch (ARF) in einem Communiqué. Es sei eine «Ohrfeige ins Gesicht aller Kulturschaffenden in der Schweiz».
Der Dokfilmer Christian Frei (»Space Tourists»), der selber an der «Master Class» von Polanski am Zurich Film Festival hatte teilnehmen wollen, zeigte sich auf Anfrage der SDA «absolut entsetzt».
Die Schweizer Behörden hätten jegliches Rückgrat vermissen lassen, erklärte Frei.
Jean-Frédéric Jauslin, Direktor des Bundesamtes für Kultur, zeigte sich seinerseits «total erstaunt». Er hätte heute Abend eigentlich eine Laudatio auf Polanski gehalten. Die Angelegenheit sei für das Ansehen der Schweiz «sicher nicht gut». (SDA(hgt)