Oscars 2010 Die gröbsten Verlierer

  • Publiziert: 08.03.2010, Aktualisiert: 02.01.2012

Alles andere als gelassen nahm «Avatar»-Regisseur James Cameron die Niederlage gegen seine Ex-Frau hin. Auch weitere Nominierte ärgerten sich grün und blau.

Brav applaudierte er, als letzte Nacht nicht sein, sondern der Name seiner Ex-Frau fiel. Kathryn Bigelow hatte James Cameron mit ihrem Kriegsdrama «The Hurt Locker» gerade den Oscar für die beste Regie weggeschnappt.

Neunmal war der Film nominiert, für sechs Oscars durfte Bigelow am Schluss jubeln: für das Original-Drehbuch, den Ton und Tonschnitt sowie Filmschnitt – und natürlich für die beste Regie und den besten Film.

Das Science-Fiction-Spektakel «Avatar» von James Cameron konnte zwar an der diesjährigen Oscar-Verleihung ebenfalls auf neun Goldmännchen hoffen. Am Schluss glänzten aber nur drei für Kameraführung, Ausstattung und Spezialeffekte. Cameron ging diesmal zwar baden, er kann sich aber damit trösten, bereits mit «Titanic» die Rekordzahl von 11 Oscars eingeheimst zu haben.

Noch überraschender: Quentin Tarantino ging beim Drehbuch-Oscar leer aus. Auch da räumte «The Hurt Locker» mit Autor Marc Boal ab. Leider fingen die Kameras den ehrgeizigen Tarantino, der mit «Inglourious Basterds» gleich achtmal nominiert war, im Augenblick seiner Niederlage nicht ein.

Auch George Clooney erlitt mit «Up in the Air» statt eines Höhenfluges eine Bruchlandung. Jeff Bridges schnappte ihm im 5. Anlauf den Oscar als bester Hauptdarsteller weg. Und auch sonst sammelte der Vielflieger-Streifen keine Punkte bei der Academy-Jury.

Aus einem Oscar-Triple für Meryl Streep wurde in diesem Jahr nichts. Als überdrehte Julia Child vermochte die 60-Jährige die Kritiker nicht zu überzeugen. Bereits 16 Mal war Streep schon für einen Oscar nominiert. Für «Kramer vs. Kramer» (1980) und «Sophies Choice» (1983) durfte sie die Auszeichnung mit nach Hause nehmen. Diesmal musste sie sich Sandra Bullock, «The Blind Side», geschlagen geben. (ghd)

play Quentin Tarantino freut sich leicht säuerlich für den «Precious»-Autor Geoffrey Fletcher. Er hätte lieber ein eigenes Goldmännchen gehabt. (Getty)