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Ihr neuer Film heisst «Eat, Pray, Love». Darin schlagen Sie sich den Bauch voll, dass einem schon beim Zusehen fast schlecht wird.
Julia Roberts: Die Essszenen wurden in Rom gedreht. Und da manche Szenen wiederholt werden mussten, hat man mir einen Speikübel hingestellt. Aber das konnte ich der italienischen Küche nicht antun. An einem Drehtag habe ich zehn Stück Pizza verdrückt.
Und trotzdem sind Sie rank und schlank geblieben.
Ich bin es wieder. Ich hatte sieben Pfund zugelegt.
In Hollywood ist Schlankheitswahn angesagt. Spüren Sie den Druck, dünn zu sein?
Gott sei Dank habe ich über die Jahre mein Gewicht gehalten. Aber selbst wenn ich zugenommen hätte – zu den Leuten, die sich für ihre Karriere zum Skelett runterhungern, gehöre ich nicht. Ich esse einfach zu gern.
Um beim Filmtitel zu bleiben: Beten Sie auch?
Es ist Teil meines Lebens. Ich bin sehr dankbar, eine spirituelle Basis zu haben. Ich meditiere auch.
«Love» haben Sie ja mit Ihrem Mann Danny Moder gefunden. Ihre Zwillinge Hazel und Phinnaeus sind jetzt fünf, Ihr Sohn Henry zwei. Wie bringen Sie Arbeit und Familie unter einen Hut?
Das ist kein so grosses Problem, weil ich nur noch wenige Filme drehe. Ich geniesse die Zeit mit meinen Kindern. Eine ganz normale Mutter mit einer ganz normalen Familie.
Wohin ziehen Sie sich zurück, wenn Sie allein sein wollen?
Wenn man Kinder hat, ist der Tag nie zu Ende. Manchmal will man nur die Füsse hochlegen und einen Drink in der Hand halten. Doch dann höre ich: «Maaamaaa!»
Wird das bei drei Kindern manchmal zu viel?
Nein. Erstens unterstützt mich mein Mann und zweitens ist es ein wunderschönes Gefühl, dieses «Maaamaaa!» zu hören.
Hat sich Ihre Persönlichkeit verändert, seit Sie Mutter sind?
Ich bin relaxter geworden. Die Prioritäten haben sich verschoben. Allerdings nicht so, dass ich mich gehen lasse. Es ist mir immer noch wichtig, gut und gepflegt auszusehen.
Haben Sie ein Schönheits-Geheimnis?
Ich habe gelernt, mir nicht die Haare selbst zu färben. Seit ich mal eine lila Frisur hatte, lasse ich nur noch meinen Lieblingsfriseur Serge ran.
Vor 20 Jahren wurden Sie mit «Pretty Woman» über Nacht zum Weltstar ...
Wie die Zeit vergeht. Gott, bin ich froh, nicht mehr in meinen Zwanzigern zu sein.
Sie haben also keine Probleme mit dem Älterwerden?
Die Zeiten, dass eine Frau mit 40 zum alten Eisen gezählt wurde, sind ja Gott sei Dank vorbei. Aber manchmal wache ich morgens auf, schaue in den Spiegel und fluche. Doch ich weiss auch, dass ich für meine Tochter ein Vorbild sein muss. Ich will ihr zeigen, dass man sich so gut finden soll, wie man ist.
Die ganze Welt liebt Ihr Lächeln ...
... das ich aber nicht immer draufhabe. Ich habe auch Tage, an denen ich mürrisch und schlecht gelaunt bin. (Lacht) Oh Gott, jetzt habe ich das Weltbild einiger Fans zerstört.
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Julia mit Ehemann Danny Moder. (Swisspress)