
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Blick: Frau Kurylenko, wie fühlt man sich als Bondgirl?
Olga Kurylenko: Es ist ein fantastisches Erlebnis. Am 24. Dezember um 23 Uhr rief mein Agent an und sagte mir, dass ich die Rolle des Bondgirls Camille in «Quantum of Solace» habe. Ich war überglücklich.
Sind Sie denn ein böses oder ein gutes Bondgirl?
Bond und ich, wir haben schon unsere Schwierigkeiten, miteinander klarzukommen. Wir laufen uns während des Films immer wieder zufällig über den Weg. Ich bin unabhängig und entschlossen. Und nicht auf die Hilfe eines Mannes angewiesen.
Sie verfolgen Ihr eigenes Ziel.
Genau. Und ich bin sicher kein Mädchen, mit dem man eine Affäre haben kann und es nachher einfach wegschmeisst. So ist es überhaupt nicht.
Dann hören wir gar nie den berühmten Stöhner «Oh James»?
(Lacht) Ich denke nicht. Das ist doch billig. Die Filme sind weiter heutzutage, im wirklichen Leben stöhnt kein Mensch «Oh James»!
Wie Sie meinen. Sie setzen also nie Ihre Sexualität ein, um Ihre Ziele zu erreichen?
Beim Bösewicht schon. Aber nicht bei James. Und wissen Sie warum? Weil mich James Bond nicht interessiert! Der ist mir anfangs sogar eher im Weg.
Finden Sie Bond hässlich?
Nein, das nicht! Aber eine Frau geht doch nicht einfach mit jedem gut aussehenden Mann ins Bett! Das wäre ja total anstrengend, es gibt so viele davon…
Aber es ist JAMES BOND!
Ich weiss. Aber ich bin ein etwas anderes Bondgirl. Eine neue, revolutionäre Form, wer weiss.
Sehen wir Sie in vielen Actionszenen?
Oh ja. In den nächsten Wochen drehen wir in den Pinewood-Studios in London. Das Kampf-Training ist hart, ich verzichte meist auf Stunt-Doubles. Dafür darf ich grosse, fiese Typen verprügeln. Es gibt viele Opfer (lacht).
play
007 im Visier: Die Ukrainierin machte in Paris als Model und Schauspielerin Karriere. (Reuters)