Forster bei 007? Echt gut!

  • Aktualisiert am 17.01.2012
  • Von Cilgia Grass

ZÜRICH – Marc Forster als Bond-Regisseur? Das finden nicht nur unsere Leser gut: Auch Daniel Haberthür, Präsident des Schweizer 007-Fanclubs, ist Feuer und Flamme.

Es war die Showbiz-Meldung des Tages: Marc Forster wird beim 22. Bond-Film Regie führen (Blick Online berichtete). 80 Prozent unserer Leser finden, der in Davos GR aufgewachsene Sohn eines Schweizer Arztes und einer deutschen Architektin sei genau die richtige Wahl (Stand: Mittwoch, 20. Juni, 17.40 Uhr). Und auch Daniel Haberthür (44), Präsident des Schweizer James-Bond-Fanclubs, findet das Ganze nicht verkehrt. Lesen Sie hier unser Interview mit dem Postangestellten und dreifachen Familienvater:

Blick Online: Ist Marc Forster als Bond-Regisseur eine gute Wahl?
Daniel Haberthür: Ja, wir sind sehr zufrieden. Es freut uns wirklich ausserordentlich, dass nach Ursula Andress wieder jemand Grosser aus unserem Land kommt – auch wenn Marc Forster ja eigentlich nur ein halber Schweizer ist ...

Was erhoffen Sie sich von Forster?
Unser Wunsch wäre, dass er die James-Bond-Figur aus Casino Royale weiterführt. Dass er die typischen Bond-Merkmale – Härte, Arroganz und Unnahbarkeit – rüberbringt. Das erwartet man nach dem Schluss des letzten Films.

Forster hat in einem Interview mit Radio NRJ gesagt, es reize ihn nicht, einen Bond-Film zu machen, obwohl er Bond liebe. Macht Ihnen das keinen Kummer?
Nein. Sag niemals nie. Ausserdem arbeitet Marc Forster mit Drehbuchautor Paul Haggis zusammen. Der hat sich ja schon bei «Casino Royale» bewährt.

Wie sind Sie überhaupt dazu gekommen, Präsident des Schweizer Bond-Fanclubs zu werden?
Die Filme haben mich schon immer fasziniert. Ich habe jeden im Kino gesehen. Ich bin der zweite Präsident in der 11-jährigen Geschichte. Den Posten habe ich im Jahr 2000 von einem Arbeitskollegen übernommen.

Kommen Sie manchmal in den Genuss besonderer 007-Leckerbissen? Zum Beispiel ein Treffen mit den Stars?
Leider nicht. Die Bond-Produktionsfirma «Eon Productions» unterstützt die Fanclubs in der Schweiz nicht.

Hatten Sie in Ihrem Amt schon lustige Erlebnisse?
[lacht] Ja. Nach dem letzten Film bekamen wir Anfragen, wo man denn den algerischen Liebesknoten – ein Schmuckstück, das Vesper Lind von ihrem Ex-Freund geschenkt bekommen hat – kaufen könne. Andere wollen wissen, ob wir ihnen Ursula Andress vermitteln können. Dann gibt es noch Turnvereine, die Anregungen für ihren Bond-Abend suchen oder Schüler, die Informationen für ihre Matura haben wollen.

Marc Forster im NRJ-Audio

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