Sprachbarriere Ex-Missen und weitere Miss-Töne

Selbst Hollywood-Stars können ihre Herkunft nicht immer überspielen. Schweizer(inne)n bleibt eine Karriere wegen ihres Akzentes teilweise sogar verwehrt.

  • Aktualisiert am 19.01.2012

Regelmässig nuschelt sich Sean Connery durch die Filme hindurch. Seine schottische Sprachfärbung im Mafia-Thriller «The Untouchables» brachte dem 79-Jährigen nun den zweifelhaften Titel für den «schlechtesten Akzent in einem Film» ein.

Auf Rang 2 kürte «wenn.com» Kevin Costner (54), weil dieser sich 1991 als Robin Hood durch die englischen Wälder schlug – nur ritt dabei sein breiter Ami-Akzent immer mit. Auch Tom Cruise (47) schaffte es dank der Verkörperung eines irischen Stallburschens in «Far and Away» (1992) aufs Podest.

Dass der grosse Traum von einer Hollywood-Karriere an der Aussprache platzen kann, musste auch Nadine Vinzens erfahren. Der Akzent der 25-jährigen Bündnerin ist derzeit nur bei sexy Foto-Strecken gefragt. Der Trailer zu ihrem neusten Film «Stop it said the Raven» kommt zwar auf Youtube gut an, jedoch nicht wegen ihrer schauspielerischen Leistung. Ihr Akzent bleibt eine Grau(bünden)-Zone. Das finden einige zwar süss, andere aber machen sich darüber lustig und raten gar zu einer Sprech-Therapie für das Swiss Girl.

Auch nicht besser erging es Lauriane Gilliéron – trotz Zulegung des Künstlernamens Lauri Anne Gill. Sie hätte als zweite Schweizerin nach Ursi Andress angeblich eine Rolle als Bond-Girl ergattern können. Die Freundschaft zu Bond-Regisseur Marc Forster ermöglichte überhaupt erst einen Casting-Termin. Offenbar scheiterte die Romande dann an ihrem Akzent. Die Produzenten wollten eine Schauspielerin, die wirklich «british» klingt. (ghd)

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