BLICK-Interview mit dem Bond-Girl Gemma Arterton «Es macht mir Angst, ein Superstar zu sein»

  • Publiziert: 12.08.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Gabriel Brönnimann

Als Bond-Girl wurde Gemma Arterton (23) von 007 verführt. Als Prinzessin in «Prince of Persia» wird sie nächstes Jahr zum Weltstar.

Blick: Gemma Arterton, als Agentin Strawberry Fields mit 007 Daniel Craig starben Sie schnell. Zu schnell.
Gemma Arterton: (lacht) Danke, das ist nett von Ihnen.

Wie war das für Sie als Theaterschauspielerin, in England nur für Ihre TV-Rolle in «Tess of the D‘Urbervilles» bekannt, plötzlich Bond-Girl zu werden?
Das hat mich zuerst schon eingeschüchtert. Klar, mit dem Bond-Girl ging ein Traum in Erfüllung, aber es war eine kleine Rolle. Man darf sich nicht zu viele Hoffnungen machen. Das Publikum kann dich mögen – oder es findet dich doof.

Anscheinend mochte man Sie: Sie spielen die Hauptrolle in «Prince of Persia», der Jerry-Bruckheimer-Produktion von Disney. Das nächste «Pirates of the Caribbean», heisst es.
Ja, das ist einfach traumhaft.

Wie gehen Sie denn mit dem Wissen um, ab 2010 quasi auf sicher ein Superstar zu sein?
Der Film kommt ja erst nächstes Jahr. Ich konzentriere mich hier in den Pinewood Studios einfach auf meine Arbeit. Aber das ganze Star-Ding – ja, es macht mir auch Angst, Superstar zu sein.

Wie gehen Sie mit dieser Angst um?
Ich umgebe mich, wenn immer möglich, mit guten, normalen Menschen, die am Boden geblieben sind. Und versuche dabei, so normal wie möglich zu bleiben. Was wohl unmöglich ist (lacht).

Die Gefahr besteht, dass Sie auch im wirklichen Leben zur Prinzessin werden?
Nein, ich sehe mich selbst nicht als Prinzessin. Aber es ist schon irre: Vorgestern schaute ich Disneys Schneewittchen mit meiner zehnjährigen Schwester. Da realisierte ich: Nächstes Jahr bin ICH die Disney-Prinzessin! Als Mädchen liebt man doch diese Figuren, und bald gibt es Prinzessinnen-Puppen mit meinem Gesicht. Total surreal!

Jetzt drehen Sie im Studio — wie waren die Dreharbeiten in der Wüste von Marokko?
Es war toll. Aber heiss! Einmal drehten wir einen Kampf auf Pferden bei über 50 Grad im Schatten.

Was machen Sie eigentlich als Prinzessin im Perserreich?
Ich bewache den Dolch der Zeit, eine Superwaffe. Mit Prinz Dastan (Jake Gyllenhaal) erlebe ich viele Abenteuer. Heute drehen wir die Szene, in der ich ihm die Wirkungsweise des Dolches erkläre. Da verlieben wir uns.

Superwaffen im heutigen Iran?
(lacht) Ja, die Suche nach Geheimwaffen im heutigen Iran, die vielleicht gar nicht da sind, (lacht) ist wohl nicht frei von politischen Untertönen. Aber keine Sorge: Das wird ein Fantasy-Film, völlig von der Realität entfernt.

«Prince of Persia»

Weil die «Piraten der Karibik» mit dem 4. (2011) wohl auch ihr letztes Abenteuer erleben werden, suchte Disney nach einem ebenso erfolgreichen Nachfolger.
Die Firma setzt auf die Welt des Videogames «Prince of Persia». Mit Produzent Jerry Bruckheimer, «Harry Potter»-Regisseur Mike Newell sowie Hollywood-Grössen wie Ben Kingsley und Jake Gyllenhaal im Team ist klar: Weder Kosten noch Mühen werden gescheut, um den nächsten Riesen-Hit für das Jahr 2010 auf die Leinwand zu bringen. BLICK hat bereits erste Szenen gesehen. Fazit: Vielversprechend.
play Bezaubernd: Gemma Arterton an der Premiere von Marc Forsters Bond-Film im Oktober 2008 in London.

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