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Bei den Darstellern setzte sich Antonio Buil (»Coeur animal») gegen den favorisierten Roeland Wiesnekker (»Der Fürsorger») und Bruno Ganz (»Giulias Verschwinden») durch.
Buil spielt in dem archaischen Drama von Séverine Cornamusaz einen spanischen Knecht, der bei einem brutalen Bauern anheuert.
Cornamusaz durfte den Quartz für den besten Film am Samstagabend aus den Händen von Kulturminister Didier Burkhalter entgegen nehmen. Er habe sowohl «Coeur animal» wie «Giulias Verschwinden» gesehen, erklärte Burkhalter.
Er müsse schliesslich auf dem Laufenden bleiben. Ausserdem lobte der als Fan von Clint Eastwood bekannte Kulturminister bei der Gala in Luzern den neuen Streifen des US-Regisseurs, «Invictus», und schlug vor, Eastwood einzubürgern.
Verwehrt blieb die Anerkennung ihrer darstellerischen Leistung im Film «Sinestesia» dagegen Melanie Winiger.
Den Quartz erhielt Marie Leuenberger, die in der Komödie «Die Standesbeamtin» zum ersten Mal in einem Kinofilm mitspielte.
Zuvor war die 1980 geborene Baslerin ausschliesslich fürs Theater tätig. Ebenfalls nominiert war Sunnyi Melles für ihren eher kurzen Auftritt in «Giulias Verschwinden».
Die Komödie von Christoph Schaub zum Thema Altern, 2009 der erfolgreichste Schweizer Film an den Kinokassen, war der grosse Verlierer des Abends: Fünf Nominationen, null Quartze.
Auch bei den Drehbuch-Autoren gewann nicht Martin Suter, sondern Frédéric Mermoud für den erfolgreichen Thriller «Complices».
Die Preise wurden von einer Jury verliehen, die sich auf Empfehlungen der Mitglieder der Schweizer Filmakademie stützte.
Der Quartz für den besten Dokumentarfilm ging an «Die Frau mit den 5 Elefanten» von Vadim Jendreyko, ein Porträt der renommierten Dostojewski-Übersetzerin Swetlana Geier.
Die Auszeichnung für den besten Kurzfilm erhielt «Las Pelotas» von Chris Niemeyer. In der Komödie geht es um zwei fussballverrückte Ehepaare, die sich auf einen Partnertausch einlassen, um den künftigen Top-Scorer zu zeugen.
Die Jury hat ausserdem einen Spezialpreis verliehen; den bekam der Kameramann Stéphane Kuthy (»Tannöd»).
Er bedankte sich bei der Entgegennahme des Preises insbesondere bei seiner Frau Bettina Oberli – zugleich die Regisseurin von «Tannöd».
Die Quartz-Gala fand dieses Jahr zum zweiten Mal im KKL statt. Die winterliche Atmosphäre in Luzern liess keinen Gedanken an Hollywood aufkommen.
Aber selbst wenn es nicht sonderlich glamourös gewesen sein mag: Die Show hatte schon allein wegen der Aussenseiter- Siege etlichen Unterhaltungswert. (SDA)
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Severine Cornamusaz freut sich über die Auszeichnung des besten Spielfilms für «Coeur animal». (Keystone)