«Prometheus – Dunkle Zeichen» Die Mutter aller Monsterfilme

H.R. Giger sei Dank! «Prometheus» ist der grossartige ­Alien-Schocker geworden, den sich die Fans erhofft haben.

  • Aktualisiert: 07.08.2012
  • Von Lukas Rüttimann
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Visuell ein absolutes

Erlebnis: «Prometheus» trägt die Handschrift

von HR Giger.

Für viele Filmfans ist das der Film des Jahres: «Prometheus», der erste echte Alien-Film seit dem unerreichten Original. Mit Regie-Legende Ridley Scott (74) hinter der Kamera. Mit einer Geschichte, die vor allen bisherigen Alien-Schockern angesiedelt ist. Und mit dem Mitwirken des Schweizer Künstlers Hansruedi Giger (72), dem genialen Schöpfer des berühmtesten Film-Monsters der Welt.

«Im Weltraum hört dich niemand schreien.» Mit dieser unvergessenen Schlagzeile schlug das Original im Jahr 1979 ein wie eine Bombe. Die Nostromo mit ihrer zwielichten Besatzung, das genauso schreckliche wie faszinierende Killer-Alien, HR Gigers düster-morbide Welten, die berühmte «Brust­platzer»-Szene – einer der besten Filme aller Zeiten. Nun also «Prometheus», Ridley Scotts Rückkehr zur Science-Fiction. Die bange Frage unter Fans lautete denn auch: Kann dieser Streifen an die Mutter aller Sci-Fi-Monsterfilme heranreichen?

Ein gewaltiges, ein gewagtes Erlebnis ist es auf jeden Fall. 250 Millionen Dollar teuer, mit atemberaubenden 3D-Szenen in fremden Welten. Mit Charlize Theron (36), Michael Fassbender (37) und Noomi Rapace (31) als Forscherteam, das auf der Erde mysteriöse Zeichnungen über den Ursprung unserer Zivilisation entdeckt.

Konsequente Gewaltszenen

Nach zwei Jahren Weltraumreise die Ankunft auf einem düsteren Planeten. Dort ent­decken sie den bekannten «Space Jockey», ein riesiges Alien mit helmartigem Kopf. Doch was eine Reise der Erkenntnis werden soll, wird zum Horror-Trip – für die Forscher im Film wie fürs Publikum in den Sesseln.

Mutig und blutig: Altmeister Scott macht keine Kompromisse und inszeniert einen zweistündigen Reisser mit grandiosen Bildern, die an die beklemmende Atmosphäre des ­Originals erinnern. Auch die Gewaltszenen sind erstaunlich konsequent. Einziger Minuspunkt ist die Story von «Lost»-Schöpfer Damon Lindelof (41). Wie schon bei seiner erfolgreichen TV-Serie führen zu viele Handlungsstränge ins Leere.

Zum Glück wird das überstrahlt vom dominanten Geist HR Gigers. Seine unverkennbare Handschrift prägt den Look von «Prometheus», macht ihn einzigartig. Nicht nur deshalb der beste Alien-Film seit dem Original. Trittbrettfahrer wie «Alien vs. Predator» frisst dieser Sofortklassiker zum Frühstück!

Alle Kommentare (4)

  • Meier , Brugg
    Habe den Film vor zwei Monaten in Kolumbien gesehen.......die ersten 3 Minuten überzeugen tatsächlich!! Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden....
    • Toni  Riess , Buch
      Wie geht das denn? Prometheus wurde ja erst gerade mal vor einem Monat in London vorgestellt.
      • 08.08.2012
      • als Kommentar auf P  Meier , Brugg
      • 7
      • 9
    • Kurt  Moser , Zürich
      Ganz einfach, Herr Riess. Indem man dort ins Kino geht. Ich habe den Film auch bereits vor ca. 2 Monaten gesehen, und zwar in Vietnam. Zuerst wusste ich gar nicht, worum es geht, sondern ich wollte einfach ins Kino und das Plakat sah ganz ansprechend aus. Ich bin eben nicht wirklich der Alien-Fan. Ein zweites Mal würde ich ihn mir auch nicht mehr anschauen: Gesehen, registriert, vergessen. Trotzdem wünsche ich Ihnen viel Spass
      • 08.08.2012
      • als Kommentar auf P  Meier , Brugg
      • 9
      • 7
  • Ryu  Johannson
    Ich kann es nicht erwarten den Film endlich im Kino zu sehen. Ich warte schon ein halbes Jahr ungeduldig - dieses Wochenende ist es soweit...!
    • 08.08.2012
    • 50
    • 8

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