Erich von Däniken: «Der Weltuntergang ist verschoben»

Kino, TV, Zeitungen: Dank des Hollywood-Blockbusters ist das Jahr 2012 zurzeit omnipräsent. BLICK fragte Fachmann Erich von Däniken (74), wann die Welt untergehe.

  • Publiziert: 28.10.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Lukas Rüttimann

BLICK: Erich Von Däniken, alle Welt spricht derzeit vom Maya-Kalender. Können Sie uns das erklären?
Erich von Däniken: Eins muss man vorweg sagen: Dieser Maya-Kalender ist unglaublich kompliziert. Ich habe soeben ein Buch darüber verfasst. Es trägt den Titel: «Götterdämmerung – 2012 und darüber hinaus.»

Was hat es damit auf sich?
Vereinfacht gesagt geht es dabei um steinerne Zahlenräder der Mayas, die auf unser Datum 23. 12. 2012 hinauslaufen. Darum auch der Wirbel um dieses ominöse Jahr 2012.

Hollywood inszeniert daraus den Weltuntergang. Mal wieder!
Ja, dieser Emmerich hat seinen Von Däniken gelesen (lacht). Das war schon bei «Stargate» zu erkennen. Er hat mir auch mitgeteilt, dass er sich von meinen Büchern inspirieren liess. Erst kürzlich musste ich seinem Vater, der in Sindelfingen lebt, ein unterschriebenes Buch mitgeben. Trotzdem liegt Emmerich mit «2012» falsch: Der Weltuntergang wird so nicht eintreten – allein deshalb, weil er verschoben ist ...

Wie bitte?
Ja. Denn laut den Prophezeihungen der Mayas soll am 23. 12. 2009 der Gott Bolon Yokte zu uns herniedersteigen – die Rückkehr der Götter wird wahr. Nur: Dieses Datum stimmt so nicht. Denn bei der Berechnung ging man von einem falschen Anfangszeitpunkt aus. Was aber stimmt, ist: Die Götter werden auf jeden Fall kommen, da ist der heilige Maya-Kalender eindeutig.

Dann geht die Welt also einfach ein bisschen später unter, oder?
Das ist nicht ganz korrekt. Die Niederkunft der Götter – und für mich waren das Ausserirdische – bedeutet tatsächlich eine Art Weltuntergang. Im übertragenen Sinne.

Eine Art kultureller Super-Gau?
Genau. Stellen Sie sich vor: Die Menschheit könnte mit einem Zusammentreffen mit den Ausserirdischen nicht umgehen. Dieser kulturelle Schock wäre tatsächlich wie ein Weltuntergang. Denken Sie nur an all die Religionen – für sie wäre das eine absolute Katastrophe!

Also wirds nichts mit Fluten, Vulkanausbrüchen und Erdbeben?
Ja, in Hollywood hätten sie das natürlich gerne (lacht). Und der Emmerich ist darin ja auch ein Meister! Aber meiner Meinung wird es keinen Weltuntergang mit physischen Katastrophen geben. Das sagen übrigens auch die Maya.

Kann das nicht jeder behaupten?
Meine These kann ich belegen. Mein Motto heisst nur im Mistery Park: «Nichts behaupten, sondern fragen» (schmunzelt). Ich bin immer noch sehr gut vernetzt. Eben bin ich aus Ägypten zurückgekommen, wo man mir einen bisher unentdeckten Osiris-Schacht im Grundwasser gezeigt hat. Ich bin 16 Meter durch einen engen Kanal gekrochen – gefährlich und faszinierend!

Wie lange wollen Sie eigentlich noch weitermachen?
Sehen Sie, ich bin 74 – steinalt! (lacht) Aber ich werde sicher nie aufhören, neugierig zu sein. Und ganz offenbar lieben mich die Götter!

play Präastronautik-Forscher Erich Von Däniken (Keystone)

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