Shia LaBeouf Darum sah er «scheisse» aus

  • Publiziert: 25.06.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Interview: Andreas Scheiner

«Transformers»-Star Shia LaBeouf plaudert über peinliche Autos, den Dreh und einem Nagel im Kopf, um am Schluss in Verlegenheit zu geraten.

In «Transformers» spielen Sie einen Teenager, dessen erstes Auto sich in einen Roboter verwandelt. Erzählen Sie uns etwas über Ihr erstes Auto?
Shia LaBeouf: Ich bin aus einer jüdischen Familie; ich ergatterte mein erstes Auto an einer Wohltätigkeitsauktion an einer Barmizwa. Ein Schwarzer Volvo Sedan! (grinst)

Nicht Ihr Traumauto?
Mann, war der Wagen peinlich!

Wieso haben Sie ihn gekauft?
Meine jüdische Familie fand: Sicherheit geht vor, nimm einen Volvo oder einen Saab. Ich habe ihn dann ein bisschen aufgepimpt.

Aufgepimpt?
Er hat 600 Dollar gekostet. Ich habe 3000 Dollar in die Stereoanlage investiert! Und ich lies einen Fernseher einbauen. In einen 1968er Volvo! Niemand macht das. Das ist lächerlich! (lacht laut)

Sprechen wir über die Actionsequenzen. Die Explosionen sind unglaublich. Wie gefährlich waren die Dreharbeiten?
Das sind Szenen, die kann man nur einmal drehen. Wir haben viele Freiheiten am Set, aber wenn wir solche Sachen drehen, gilt: «no fucking around!».

Erzählen Sie mir nicht, Sie hätten keine Angst gehabt.
Klar hat man Angst. Man kann umkommen in solchen Szenen!

Sie haben sich eine Hand und eine Augenverletzung zugezogen.
Die Hand habe ich in meiner eigenen privaten Welt gebrochen.

Bei einem Autounfall...
Beim Jung-Sein in Los Angeles.

Sie lachen.
Mark Twain sagte: Das Schlimmste, das dir passieren kann, ist mit 18 Jahren ein Pferderennen zu gewinnen. Hat was!

L.A. ist ein gefährliches Pflaster!
Für einen jungen Mann, o ja.

Die Augenverletzung?
Auf dem Set passiert. Mit dem Kopf auf einen langen Nagel gefallen. Navy Seals waren auf dem Set, und als ich nach dem Sturz aufgestanden bin, hat mir ein Navy Seal den Nagel aus dem Kopf gezogen.

Autsch!
Wenn du einen Navy Seal siehst, wie er vor Schreck die Hand vor den Mund hält, dann weisst du: sieht scheisse aus!

War es wohl auch?
Ich wäre um ein Haar erblindet. Sie haben mich mit 20 Stichen genäht.

Ihr nächster Film ist «Wall Street 2». Wie war es Oliver Stone zu treffen?
Furchterregend! Stone ist ein Genie! Definitiv der richtige Mann, um einen Film über die Finanzkrise zu drehen: das grösste Verbrechen des Jahrhunderts.

Verraten Sie uns etwas über den nächsten «Indiana Jones»?
Sie arbeiten daran.

Wirklich?
Ja! Steven (Spielberg) hat mich neulich angerufen und informiert, dass sie die Story hätten. Es geht voran.

Steven Spielberg ist eine Art Mentor für Sie...
Mehr noch. Er ist ein sehr guter Freund. Er kümmert sich um einen. Wie Harrison Ford übrigens auch. Nach dem Unfall mit der Hand war Harrison der erste, der mich im Krankenhaus angerufen hat.

Was hat er gesagt?
Zurück an die Arbeit!

Sie haben in «Indiana Jones» gespielt, in «Transformers» – haben Sie noch Ziele?
Ich mag es einfach mit Superhelden zu arbeiten. Oliver Stone ist ein Batman für mich, Steven Spielberg ein Superman.

Sie sind erst 23 Jahre alt. Wie lebt ein so junger Superstar?
Ich mag Tontaubenschiessen, Motorradfahren, Videogames. Ich bin ein ganz normaler Dude.

Sie hatten kürzlich Geburtstag: Wie haben Sie gefeiert?
Ich war für «Transformers» in Paris. Bin mit der Crew essen gegangen.

Ärgerlich, den Geburtstag nicht zuhause feiern zu können...
Come on, man! Es war ein gratis Trip nach Paris! Mit Leuten, die ich mag.

Mit den Arbeitskollegen?
Die Leute, mit denen ich zusammenarbeite, sind nicht einfach Arbeitskollegen. Das sind alles Kumpels!

Sie haben nie das College gemacht. Werden Sie das nachholen?
Ins College gehst du, weil du an etwas interessiert bist. Ich bin an Filmen interessiert. Plus: College ist Vorbereitung fürs Leben. Ich lebe das Leben lieber, als mich darauf vorzubereiten.

Die Kussszene mit Megan Fox: Sie sagt, Sie mag solche Szenen nicht.
Das macht Sinn. Es ist nicht intim. 50 Männer schauen zu. Schräg! Und übrigens: Ich kann Ihnen sagen, es ist hart, Megan zu sein.

Bitte?
Es vergeht nicht ein Tag, an dem sie nicht angestarrt wird. Die Leute starren sie an wie ein Verbrennungsopfer.

Sie sagte mir übrigens, sie möge Sie sehr.
Sie sagte das?

Klingt wie der Beginn der Romanze?
(zögert) Ähm, so was kann man nie wissen.

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