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Seinen Job möchte niemand geschenkt. Denn Ryan Binghams (George Clooney) Aufgabe im Film «Up In The Air» ist es, Leute zu entlassen. Dafür fliegt der «Mister leerer Rucksack» im ganzen Land herum, um den Angestellten persönlich den blauen Brief zu überbringen.
Die Reaktionen der soeben Gefeuerten sind unterschiedlich: Von Schock über Trauer bis hin zu Wut. Und das alles lassen sie an Bingham aus. Doch der Vielflieger hält sich an seiner Flugmeilen-Karte fest, denn er will endlich die 10-Millionen-Grenze durchbrechen und über den Wolken mit dem Piloten darauf anstossen.
Doch dann kreuzt Alex Goran (Vera Farmiga, als beste Nebendarstellerin für den Oscar nominiert) in einer Hotelbar sein Leben und der überzeugte Single-Mann gerät unerwartet in Turbulenzen.
Eine Erschütterung erfährt sein durchgeplanter und von Check-ins geprägter Alltag aber auch durch die junge Hochschulabsolventin Natalie Keener (Anna Kendrick, ebenfalls für die beste weibliche Nebenrolle für einen Oscar nominiert), die mit ihrem kostensparenden Business-Plan seiner Meilensammlerei ein Ende setzen will. Via Computer und Video-Konferenz sollen die Leute in Zukunft wegrationalisiert werden.
Die Rolle des glatten und leicht reisenden Binghams ist George Clooney auf den Leib geschrieben. Denn in 105 Minuten «Up In The Air» wirkt er absolut authentisch und der Zuschauer nimmt ihm jedes Wort ab.
Der fünffach Oscar-nominierte Streifen von Regisseur Jason Reitman («Juno») nach der gleichnamigen Roman-Vorlage von Walter Kirn aus dem Jahre 2001 bleibt ein zutiefst menschlicher Film, der zum Nachdenken anregt. Zum Beispiel über Heimat, Einsamkeit und natürlich die Liebe. Schliesslich braucht jeder einen Co-Piloten, denn keiner will alleine durchs Leben fliegen…