«Salt» – So scharf war Jolie noch nie! Agentin Angelina will die Welt retten

LOS ANGELES - Als Doppelagentin prügelt sich Angelina Jolie den Schwangerschaftsspeck von den Hüften. Dabei war die Rolle eigentlich für Tom Cruise gedacht!

  • Publiziert: 17.08.2010, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Lukas Rüttimann

Zartbesaitet waren ihre Rollen selten. Aber so wie in «Salt» hat man die schöne Angelina Jolie (35) noch nie gesehen: Gleich zu Beginn des Films wird sie von nordkoreanischen Beamten verhört. Blutüberströmt, nur in Unterwäsche gekleidet, auf dem dreckigen Boden. Sie kriegt einen Schlauch in den Mund, wird mit Waterboarding brutal gefoltert.

Angie extrem: Nichts erinnert mehr an die Glamour-Queen aus den Hochglanz-Magazinen. Dafür werden Erinnerungen an die Folterszenen aus dem Bond-Streifen «Stirb an einem anderen Tag» wach. Zumal auch Jolie eine Geheimagentin spielt. Allerdings eine, die die Sorge um die perfekte Föhnwelle den Jungs überlässt.

Ja, Salt würde 007 ins Pfefferland schicken. Im rasant inszenierten Thriller von Spezialist Philip Noyce (u. a. Jack-Ryan-Filme) prügelt, ballert und kämpft sich Angie als Agentin Evelyne Salt auf einer mörderischen Hetzjagd durch die Staaten. Weil sie von einem russischen Überläufer der Gegenspionage beschuldigt wird, gerät sie zwischen die Fronten. Auf der Flucht springt sie von einem fahrenden Lastwagen auf einen anderen, legt Armeen von CIA-Agenten allein mit ihren Fäusten flach, killt ohne mit der Wimpen zu zucken.

«Ich habe die Rolle so gespielt, als wäre es egal, ob ich Mann oder Frau bin», so Jolie in einem Interview. Kein Wunder war ihr Part ursprünglich für einen Mann gedacht: Tom Cruise (45) sollte Salt spielen, doch dazu kam es nie.

Die Geschlechtsumwandlung bekommt dem Film: Mit Jolie ist Salt ein erotisch gewürzter «Bourne»-Streifen, ein Retro-Agentenfilm mit Pepp. Gesalzen, nicht gerührt. Rassig immer dann, wenn sie mit den Waffen einer Frau kämpft. Eine Slipeinlage wird zum Druckverband, die schwarze Unterwäsche verleiht «blickdicht» eine neue Bedeutung.

Überwiegen tut aber Angies Freude am Ballern und Prügeln. Und das mit Grund: «Ich habe es genossen, die Sau rauszulassen. Ich wollte mich nicht mehr so soft fühlen – es war das perfekte Antiprogramm nach der Schwangerschaft.»

Angie mit Eiern – den Zwillingen sei Dank. Sehenswert ist das allemal.

Bewertung: 4 von 5 Sternen

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