Kiffer würden Kellogg's kaufen

  • Publiziert: 18.02.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

Aber Kellogg's will Michael «Die Wasserpfeife» Phelps nicht mehr als Werbeträger. Dabei wären die Kiffer doch eine erstklassige Zielgruppe. Prompt rufen die nun zum Boykott auf.

Von Phelps Sponsoren hat unter anderem Subway seine Entschuldigung akzeptiert und entschieden, ihn weiterhin als Sandwich-Botschafter einzusetzen. Weniger nachsehend war da Kelloggs: Die Zuckermüesli-Firma hat seinen Vertrag nicht mehr erneuert. Dabei hätten die gescheiter ihren Marketing-Strategen auf die Strasse gestellt! Weiss der denn nicht, dass mindestens die Hälfte des Weltumsatzes von «Frosties» nach Mitternacht von heisshungrigen Kiffern verdrückt wird?Empörte KifferViele Cannabis-Liebhaber sind denn auch gar nicht erfreut über ihre Missachtung als Zielgruppe und haben zum Boykott von Kelloggs-Produkten aufgerufen. Die amerikanische Marihuana-Lobby NORML hat auf boycottkelloggs.net eine Liste aller Kelloggs Produkte und mehrere Kontaktmöglichkeiten veröffentlicht, um dem Müesli-Konzern mal so richtig die Marihueinung zu sagen. Insbesondere die Tatsache, dass Phelps 2004 betrunken am Steuer erwischt wurde, ohne dass das Kelloggs im Geringsten gestört hätte, sorgt für rote Köpfe bei den sonst so relaxten Hanfkissen-Fans.Chancen für die KonkurrenzDas jetzt brachliegende Werbepotenzial ruft natürlich sofort andere Firmen auf den Plan. Der Zigarrenhersteller Gurkha zum Beispiel hat bereits beim kiffenden Rekord-Olympioniken angeklopft und vorgeschlagen, ihn exklusiv als qualmendes Gurkha-Gesicht zu verpflichten – allerdings für läppische 25000 Dollar. Es dürfte sich also eher um einen Publicity-Stunt handeln, als um ein ernsthaftes Angebot.Aber eindeutig dazu prädestiniert, mit Hilfe von Michael «Die Wasserpfeife» Phelps endlich aus dem Schatten von Kelloggs zu treten, wäre eigentlich eine kleine englische Firma mit ihrem neuen Kassenschlager namens «Weedabix». Aber wir haben schliesslich auch ein Herz für Multis und darum unser Tipp an Kelloggs: Holt den Delphin zurück ins Boot und startet einen «Frosties»-Relaunch – «Weckt den Kiffer in dir!» Vor allem wäre das nur fair, sind die Kiffer im Gegensatz zu den Ketamin- («Special K») und Heroin-Konsumenten («Smacks») in Sachen Frühstücksflocken bisher doch sträflich vernachlässigt worden. Und warum ist wohl Coco so quirlig und gewitzt – und erst noch Gang-Mitglied? Da müssen die Kinder ja unweigerlich auf den Aff kommen! Bedeutend gesünder wäre es, sich «Die Wasserpfeife» zum Vorbild zu nehmen und ganz auf Naturprodukte zu setzen. (gmu)

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