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Der «Ärger» mit Borat begann vor rund einem Jahr bei den «MTV Europe Music»-Awards in Lissabon. Damals nannte Show-Moderator Sacha Baron Cohen alias Kasache Borat Madonna einen Transvestiten, schnüffelte in den Garderoben der Stars rum und begrüsste die TV-Zuschauer mit den Worten: «Mein 13-Jähriger Sohn kommt zu Fuss, mit seinen zwei Frauen und drei Kindern. Wenn er die Reise überlebt, habe ich ihm versprochen, dass er mit der kolumbianischen Prostituierten Shakira schlafen darf.» Weiter erzählte er in seinem Land Kasachstan werde aus Pferde-Urin Wein gewonnen.
Kein Wunder war Kasachstan zuerst nicht sehr erfreut über den bitter-britischen Humor des verkleideten Cohen-Clowns. Doch nun scheint man im Ex-UDSSR-Staat umzudenken – vielleicht wegen Borats Entlarvung der «U.S. and A.», vielleicht auch wegen der Tatsache, dass die 16-Millionen-Einwohner-Niemandsland-Republik quasi über Nacht weltberühmt geworden ist. Auf jeden Fall soll der kasachische Aussenminister Rakhat Alijew laut einem Bericht von «Ananova.com» jetzt den Satiriker Cohen in sein Land eingeladen haben.
Ausserdem stellt man dem «Journalisten» nun einen «Bruder» zur Seite: Jantik – gespielt von Jantemir Baimukhamedow, dem berühmtesten Unterhaltungsstar des Landes. Der Komiker hat in London Diplomatie studiert und moderiert momentan «MTV Kasachstan». «Ich komme um meinen Bruder zu sehen. Wir haben uns lange nicht getroffen. Ich komme, um ihn zurückzuholen.» Dabei will Jantik den ehemaligen «Ali G» wieder auf den rechten Weg zurückbringen und ihm das richtige Kasachstan zeigen.
Zuerst wird Jantik zur London-Premiere des Film-Hits erwartet. An der gestrigen Premiere in L.A. gaben sich noch Hollywood-Stars und US-Promis die Klinke in die Hand. Sacha Baron Cohen konnte ein ganzes Heer von Top-Schauspielerinnen begrüssen: Brooke Shields, Isla Fischer, Drew Barrymore, Christine Taylor, Courtney Cox und dazu noch Musik-Stars wie Sheryl Crow oder Courtney Love – die 42-jährige Ex-Kurt-Cobain-Frau kam übrigens ohne ihren 21 Jahre jüngeren Ex-Kate-Moss-Lover Jamie Burke (heute im Blick).
Trotz der vielen Stars schaffte es Borat einmal mehr, allen die Show zu stehlen. Der «Kulturbotschafter» erschien standesgemäss in einer Pferde-angetriebenen Limousine. Fröhlich wie immer streckte er den Fotografen und Fans seine zwei in die Höhe gereckten Daumen entgegen: «Alles O.K.» Bilder von der Premiere gibts in unserer Diashow. Wenn Sie auf unsere Videolinks klicken, zeigen wir Ihnen sieben exklusive «Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit the Glorious Nation of Kazakhstan»-Ausschnitte. In der Schweiz kommt der Film am 2. November in die Kinos.