«Jamie-Lynns Baby ist ein Notruf»

  • Publiziert: 20.12.2007, Aktualisiert: 13.01.2012
  • Von Cilgia Grass

LOS ANGELES – Britney berauscht sich, spaziert halbnackt herum und vernachlässigt ihre Kinder. Und nun ist auch noch ihre 16-jährige Schwester schwanger. Wir wollten von einer Fachperson wissen: Was läuft schief im Hause Spears?

Heute Mittag beantwortete sie in unserem Chat Fragen zum Thema Familien- und Jugendprobleme (lesen Sie hier das Protokoll). Anschliessend wollten wir von Sozialpädagogin Kathrin Neukom wissen, wie sie als Fachperson das Chaos erklärt, das bei Familie Spears herrscht.Stichwort Schwangerschaft der 16-jährigen Jamie-Lynn: «Es ist ein Notruf. Sie braucht dringend Hilfe. Britney zieht ständig die Aufmerksamkeit auf sich, hat schon alle Katastrophen produziert, die man produzieren kann. Mit dem Kind versucht Jamie-Lynn, auch einmal im Mittelpunkt zu stehen. Auch der Wunsch, sich von der eigenen Mutter zu lösen, spielt eine Rolle.»Stichwort Britneys Abstürze: «Ihr wurden weder äussere noch innere Grenzen gesetzt. Das ist typisch bei Suchtthematiken. Wenn man ein bisschen graben würde, würde man wahrscheinlich schon bei Britneys Mutter oder ihrem Vater Suchtprobleme finden.»Stichwort Luderduell Britney vs. Paris Hilton: «Britney rivalisiert nicht nur mit ihrer eigenen Schwester, sondern auch mit Paris Hilton. Beide leiden vermutlich unter einem negativen Mutterkomplex. Dieser äusserst sich unter anderem darin, dass Frauen zueinander immer in Rivalitäten stehen.»Stichwort Lynne Spears: «Sie lässt ihre Töchter Britney und Jamie-Lynn emotional verhungern. Sie schützt die beiden nicht und lebt ihr Leben über sie. Britney und Jamie-Lynn wurden damit schon in jüngsten Jahren überfordert. Ausserdem akzeptiert sie ihr eigenes Alter nicht.»Und wie könnte die verfahrene Situation verbessert sprich den Opfern geholfen werden? «Bei einem derart zerrütteten System ist es fraglich, ob eine Familientherapie überhaupt möglich wäre. Wobei das eigentlich das beste Mittel wäre», sagt Kathrin Neukom. Und die Expertin weiter: «In jedem Fall muss Jamie-Lynns Hilferuf gehört werden. Sie sollte für sich persönlich eine Therapie machen, und sie sollte für ihre Rolle als Mutter Hilfe bekommen, weil ihr das Vorbild fehlt – sowohl bei der Mutter als auch bei der älteren Schwester. Sie hat keine positiven Identifikationsfiguren.»

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