Jahresprogramm Meisterwerke aus dem Prado zu Gast im Kunstmuseum Basel

BASEL - BS - Das Kunstmuseum Basel zeigt 2017 eine Gemäldeschau aus dem Prado. Sie ist das Gegenstück zur erfolgreichen Basler Picasso-Ausstellung in Madrid von 2015. Sonderausstellungen gibts zudem zu Chagall, Cézanne und dem lange vergessenen Otto Freundlich.

Kunstmuseum Basel: Stellt Meisterwerke aus dem Madrider Prado aus play
«Agnus Dei» von Francisco Zurbaràn, um 1635 bis 1640 entstanden, ist eines der Bilder aus dem Prado, die 2017 im im Kunstmuseum Basel zu sehen sein werden. Museo del Prado

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Während seiner Sanierung hatte das Kunstmuseum Basel 2015 Teile seiner Kunstschätze anderswo gezeigt. Zehn Picassos lockten im Museo Nacional del Prado in Madrid im Verlauf eines halben Jahres 1,4 Millionen Besucher an. In der Folge wollte sich dieser revanchieren, wie Bodo Brinkmann, Kurator am Kunstmuseum, am Donnerstag vor den Medien sagte.

Unter dem Titel «Hola Prado!» zeigt das Basler Kunstmuseum nun ab 8. April 2017 eine Auswahl von 26 Werken aus Madrid. Allerdings sollte es keine «Best of»-Ausstellung werden, sagte Brinkmann. Vielmehr hätten der Prado und das Kunstmuseum gezielt nach Paarungen der Bilder aus Spanien mit solchen aus Basler Beständen gesucht.

So wird etwa Hans Holbeins «Der tote Christus» aus Basel zusammen mit dem «Agnus dei» von Francisco Zurbaràn aus Madrid zu sehen sein. Neben Tizians «Salome» wird Holbeins «Laïs Corinthiaca» hängen oder neben dem Hofnarren von Diego Velazquez eine junge Frau von Hendrick ter Bruggen. Die Ausstellung im Neubau des Kunstmuseums dauert bis August.

Das erste Jahr unter dem neuen Museumsdirektor Josef Helfenstein prägen wird zudem ab 16. September eine grosse Ausstellung zum Frühwerk von Marc Chagall (1887-1985). Laut Helfenstein besitzt das Basler Kunstmuseum selbst einen der besten Chagall-Bestände aus der Zeit um 1911 bis 1919. Hinzu kommen Leihgaben aus aller Welt.

Auf seine eigenen reichen Bestände zurückgreifen - in diesem Fall die weltgrösste Sammlung von Zeichnungen von Cézanne - kann das Museum auch bei der Sonderschau «Der verborgene Cézanne». Diese zeigt ab 10. Juni des Künstlers Weg von der Skizze zum Ölbild auf, laut Kuratorin Anita Haldemann mit über 200 Werken - Zeichnungen, Aquarellen und Gemälden.

Einem der ersten Abstrakten und von den Nazis verfemten Künstler ist die Sonderausstellung «Otto Freundlich - Kosmischer Kommunismus» gewidmet. Sie wird von Julia Friedrich vom Museum Ludwig in Köln kuratiert und ist zuerst in Köln und dann parallel zur Cézanne-Ausstellung im Kunstmuseum Basel zu sehen. (SDA)

Publiziert am 03.11.2016 | Aktualisiert am 03.11.2016
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