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James Blunt, am 26. November spielen Sie am Energy Stars for free im Zürcher Hallenstadion.
James Blunt: Ich kann es kaum erwarten! In der Schweiz aufzutreten, ist für mich immer ein Heimspiel.
Wie kommt das?
Ich habe ein Chalet in Verbier im Wallis. Ich verbringe bis zu drei Monate im Jahr dort. Ich kann mich nirgends so gut entspannen wie in den Bergen.
Wie verbringen Sie dort Ihre Tage?
Tagsüber gehe ich gerne Ski fahren. Und am Abend setze ich mich mit der Gitarre auf dem Schoss vor das Cheminée und denke mir neue Songs aus. Viele meiner Hits sind in der Schweiz entstanden.
Ihr Über-Hit «You’re Beautiful» machte Sie vor fünf Jahren über Nacht zum Star. Wie sind Sie mit dem plötzlichen Ruhm umgegangen?
Lange Zeit hatte ich grosse Mühe damit, dass Leute auf der Strasse stehen bleiben und mich einfach nur anstarren. Mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Aber ich bin immer noch sehr glücklich, dass ich bei euch in der Schweiz eigentlich überall einigermassen ungestört herumspazieren kann.
Was machen Sie, wenn Sie nicht in der Schweiz weilen?
In England nehme ich meine Songs auf, treffe meine Familie und Freunde. Sie helfen mir, die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Und auf Ibiza geniesse ich das süsse Leben, gehe schnorcheln oder wakeboarden. Und am Abend gehe ich aus mit meinen Kumpels.
Vor Ihrem Durchbruch als Sänger dienten Sie in der britischen Armee, standen als Blauhelm-Soldat sogar im Kosovo im Einsatz.
Dort habe ich gelernt, dass es Schlimmeres gibt als eine schlechte Kritik auf ein Lied. Ich erlebte den Tod und schreckliche Gewalt. Die wahren Stars dieser Welt sind Krankenschwestern, Ärzte oder Lehrer, die unseren Kindern eine neue Perspektive bieten.
Mit Ihrem neuen Album «Some Kind of Trouble» schlagen Sie wildere Töne an. Ist der Schmusesänger James Blunt passé?
Ich habe immer noch einen Hang zu Balladen. Doch mit meiner neuen CD wollte ich auch zeigen, dass es einen anderen James Blunt gibt. Jenen, der die süssen Seiten des Lebens geniesst, aber nie vergisst, woher er kommt und was alles schiefläuft in unserer Welt.