Prügel-Prozess Prinz Ernst August kommt mit blauem Auge davon

  • Publiziert: 09.03.2010, Aktualisiert: 02.01.2012

HILDESHEIM – Im Prügel-Prozess um den Welfenprinz wurde ein neues Urteil gefällt. Jetzt kommt Ernst August von Hannover deutlich besser weg.

Ernst August von Hannover hat sich eine Stange Geld gespart. Zehn Jahre nach seinem Angriff auf einen deutschen Discobesitzer in Kenia hat das Gericht die Geldstrafe für den Adligen reduziert.

Der Mann von Caroline von Monaco muss für die Attacke nur noch 200000 Euro Geldstafe zahlen, urteilte am Dienstag das Landgericht Hildesheim. 2004 war Ernst August noch zu 445000 Euro Geldstrafe verurteilt worden.

Der Prinz hatte das Verfahren angestrengt, weil er unzufrieden mit dem vorherigen Richterspruch gewesen war. Als nunmehr viertes Gericht hatte das Hildesheimer Landgericht 26 Tage lang zu klären versucht, wie hart der 56-Jährige zugeschlagen hatte.

Das Landgericht Hannover war davon ausgegangen, dass er den Discobesitzer mit Faustschlägen schwer verletzt hatte. Im neuen Prozess vor dem Landgericht Hildesheim bestätigten nun mehrere Zeugen, darunter Prinzessin Caroline, die Version des Prinzen, wonach er dem Hotelier nur zwei Ohrfeigen versetzt hatte. Ernst August war bei der Urteilsverkündung nicht anwesend. (SDA/aau)

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