Oscar-Pannen Penn prügelt sich um seine Ex

Die Oscar-Verleihung 2010 war nicht nur die Nacht der Favoritenstürze, sondern auch die Nacht der Pannen und Peinlichkeiten.

  • Aktualisiert am 14.01.2012

US-Schauspieler Sean Penn flog nach einer Prügel-Attacke auf den «Hurt Locker»-Produzenten Greg Shapiro bei einer Aftershow-Party raus. Penn war in Rage geraten, als er erfahren hatte, dass Shapiro regelmässig seine Ex-Frau Robin Wright trifft.

Gerard Butler musste sich bereits vor der Show auf dem roten Teppich aufregen. Die vor ihm einlaufende Victoria Beckham warf sich dort so lange für die Fotografen in Pose, bis ein meterlanger Stau entstand und sich Butler entnervt an ihr vorbeidrängte. «Ich stehe jetzt schon eine halbe Stunde hier und will nur noch rein», sagte der hitzige Schotte.

Den Fotografen besser nicht gezeigt hätte sich dagegen George Clooney. Er erschien vor dem Kodak Theatre mit einer Haarpracht, die an ein schlecht sitzendes Toupet erinnerte. Seine Ausrede: «Alles für meinen neuen Film.» Allerdings präsentierte er den Reportern dabei auch einen Flachmann, dessen Inhalt seine Frisierkünste massgeblich beeinträchtigt haben dürfte. Einen weiteren Schluck hatte er dann bitter nötig: Für «Up in the Air» war er zwar als bester Hauptdarsteller nominiert, ging jedoch leer aus. Und musste sich von der Bühne anhören, wie sich die Moderatoren Steve Martin und Alec Baldwin über seine Nespresso-Werbung lustig machten.

Roger Ross Williams dagegen erhielt einen Oscar – und zwar für den besten Dokumentar-Kurzfilm («Music by Prudence»). Doch als er zu seiner Dankesrede ansetzen wollte, entriss ihm seine Produzentin Elinor Burkett kurzerhand das Mikrofon. Ihre Begründung: Sie habe Angst gehabt, der Regisseur wolle sie schneiden. Williams und Burkett waren bereits bei den Dreharbeiten über die Ausrichtung des Films aneinander geraten, der Streit endete damals vor Gericht.

Die bitterste Pille mussten in der Nacht auf Montag aber die Angehörigen von Farah Fawcett und Beatrice Arthur schlucken. Die Academy vergass bei der obligaten Ehrung der im letzten Jahr verstorbenen Filmschaffenden die beiden Schauspielerinnen, die mit den Serien «Drei Engel für Charlie» respektive «Golden Girls» Weltruhm erlangt hatten. (jcg)

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