Nicht alles, was in der neuen Biografie von Fussball-Gott Lothar Matthäus steht, ist wahr. Sagt seine Ex-Frau Lolita Morena.
Ausführlich schreibt Lothar Matthäus (51) in seiner Lebensgeschichte über seine Verflossenen. Auch über Lolita Morena (51), seiner zweiten Frau, mit der er fünf Jahre lang verheiratet war. «Aber es stimmt nicht alles, was er über uns berichtet», sagt die Frau, die dem ehemaligen Weltmeister und Weltfussballer das dritte Kind, Sohn Loris (20), schenkte. Ganz und gar nicht einig ist Lolita mit ihrem Ex, was die Umstände der Trennung betrifft.
Das Liebes-Aus kam 1995, erst knapp zwei Jahre nach der Hochzeit. Das Ehepaar lebte mit Loris in München. «In diesem Jahr erlebte ich den bisher düstersten Moment meines Lebens», schreibt Matthäus. An einem trüben Septembertag sei er Repräsentant von Bayern München an einer Automobilausstellung in Frankfurt gewesen. Als er am Abend an den Starnberger See bei München zurückkehrte, sei das Haus leer gewesen, Lolita und Loris weg. «Ich war völlig unvorbereitet verlassen worden», jammert Matthäus. «Tränen liefen mir übers Gesicht, Gedanken überschlugen sich in meinem Kopf.»
Doch nun kontert Lolita: «Das war gar nicht so. Lothar wusste genau, dass ich mit ihm in München nicht mehr glücklich war und dass ich meine Heimat vermisste.» Matthäus habe sogar eine Vorahnung gehabt. «Lothar hat mir den Pass weggenommen, damit ich ja nicht ins Ausland gehen kann», erzählt sie.
Es sei auch nicht wahr, dass sie – wie er weiter schreibt – «alle ihre persönlichen Sachen» mitgenommen habe. «Ich flüchtete nur mit Loris, drei Hunden und drei Katzen in die Schweiz. Ich hatte Riesenglück, dass es an der Grenze keine Passkontrolle gab.» Erst später habe sie den Pass von Lothar wiederbekommen, sei dann auch ihre persönlichen Dinge sowie ihre drei Pferde in München abholen gegangen.
Das bittere Ende eines glamourösen Traumpaares. In seiner Biografie hadert Matthäus mit dem Schlusspunkt. «Wäre Lolita mit ihrer Einsamkeit offener umgegangen, hätte ich es möglicherweise verstanden, wenn sie mal einen Tag länger in der Schweiz geblieben wäre», schreibt er. Über Probleme müsse man doch zuerst einmal reden.
Lolita bleibt bei ihrer Meinung: «Wir hatten über alles gesprochen. Er hatte einfach Angst, dass ich ihn verlasse. Sonst hätte er mir nicht den Pass weggenommen.»
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