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David Carradine ist tot. So viel ist klar. Auch, dass ein Zimmermädchen eines Hotels in Bangkok den Schauspieler im Kleiderschrank seiner Suite gefunden hat. Halbnackt und mit einem Strick um seinen Hals und den restlichen Körper (Blick.ch berichtete).
Doch diese Fakten lassen viel Raum für unzählige Spekulationen. Die thailändischen Behörden sprechen von «ungewöhnlichen Umständen». Eine auf heute angesetzte Autopsie soll Klarheit in den Fall bringen.
Die Polizei geht bereits von Selbstmord aus. «Ich kann bestätigen, dass wir seine nackte Leiche im Schrank hängend gefunden haben», so Polizeileutnant Teerapop Luanseng gemäss der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Und der Polizei-Chef Pol Col Somprasong Yentuam ergänzt in «The Nation»: «Es schaut alles nach Selbstmord aus. Er war ein sehr grosser Mann. Es wäre sehr schwierig für jemanden gewesen, ihn in dorthin [in den Schrank, Anm.d.R.] zu bringen und zu töten.» Doch ganz ausgeschlossen ist selbst dies noch nicht.
Carradines persönliche Managerin, Tiffany Smith, will davon aber nichts wissen. «Ich kenne David, nie im Leben hätte er sich umgebracht.» Ausserdem starb er zu genau jenem Zeitpunkt, als seine Karriere wieder ins Rollen kam. «Er hat wirklich alles geschätzt, was das Leben zu geben hat – und David hätte sich so etwas niemals angetan.»
Kannte Sie vielleicht nur eine Seite des Schauspielers? In einem Interview mit «Telegraph Newspaper» vor vier Jahren soll der «Kung Fu»- und «Kill Bill»-Star gestanden haben: «Schau, es gab da eine Zeit in meinem Leben, als ich in meiner Schreibtischschublade eine geladene Pistole liegen hatte. Jeden Abend nahm ich sie hervor und dachte daran, mit den Kopf wegzublasen.»
Erst die Autopsie wird wohl ans Tageslicht bringen, wie David Carradine tatsächlich gestorben ist. Wann sie mit Ergebnissen rechnen, wollte der zuständige Rechtsmediziner allerdings nicht sagen. (mky)