Irgendwann trage ich ein Brautkleid und heirate Justin Ich mag mich als Frau!

Früher machte sie einen Bogen um solche Themen: Jessica Biel über die Verlobung mit Justin Timberlake und das Geheimnis einer glücklichen Ehe.

  • Publiziert: 05.08.2012
  • von Dierk Sindermann

Die schöne Jessica Biel (30) sagte nie viel über ihren Freund Justin Timberlake (31). Doch mit der Geheimniskrämerei ist es mittlerweile vorbei. Seit einigen Monaten funkelt an ihrer linken Hand ein Verlobungsring. Und nun spricht die Schauspielerin, die im neuen Actionfilm «Total Recall» die Hauptrolle spielt, ganz offen über ihr Liebesleben mit dem Popstar.

Jessica Biel: Der Ring ist nicht alt, sondern nur auf alt gemacht. Justin weiss, dass ich auf Retro stehe, und hat ihn selbst entworfen. Er hat ­einen tollen Geschmack bei Schmuck- und Modedesigns. Jedenfalls ist er besser als meiner.

Haben Sie eigentlich schon einen Hochzeitstermin festgelegt?
Den würde ich nicht verraten. Ein bisschen Privatsphäre will ich mir schon bewahren. Ich geniesse es in vollen Zügen, verlobt zu sein. Irgendwann wird es eine Feier mit Brautkleid geben und allem Drum und Dran. Es wird aber keine Riesenproduktion.

Was glauben Sie: Welche Eigenschaften braucht ein Paar, damit es in der Ehe klappt?Man muss gut miteinander kommunizieren können. Danach kommen Ehrlichkeit und Loyalität. Diese drei Dinge sind für mich unverzichtbar.

Sie haben vor ein paar Monaten die 30 überschritten …
… und fand das viel weniger problematisch, als ich es mir vorgestellt hatte. Einige meiner Freunde haben sich, als sie 30 wurden, viel Stress gemacht, weil sie glaubten, dass es bei ihnen jetzt bergab geht. Bei mir ist es anders. Ich fühle mich jünger als je zuvor.

Schön für Sie. Aber wie geht das?
Mit dem Alter kommt Weisheit. Und in meinem Fall steigendes Selbstvertrauen und Selbstsicherheit. Ich mag mich als Frau mehr denn je, und ich habe auch gelernt, meine Fehler zu akzeptieren.

Sie haben Fehler?
Zu viele, um sie aufzuzählen.

Drei Beispiele würden reichen.
Ich bin oft zu hart und zu selbstkritisch mit mir selbst. Und ich treibe mich und andere mit meinem übersteigerten Wettbewerbssinn in den Wahnsinn.

Das nennt man eine schlechte Angewohnheit.
An der ich auch arbeite. Die andere blöde Angewohnheit ist, dass ich viel zu vertrauensselig bin.

Haben Sie aus heutiger Sicht in den letzten zehn Jahren etwas verpasst, was Sie gerne nachholen möchten?
Ich würde auf jeden Fall einen College-Abschluss machen. Allein der Erfahrung wegen. Ich habe eineinhalb Jahre studiert. Es war eine fantastische Zeit. Nun aber bereue ich es schon ein bisschen, dass ich dem Ruf von Hollywood nicht widerstehen konnte und mein Studium abgebrochen habe.

Karrieremässig müssen Sie nichts bereuen. Sie begannen mit der TV-Serie «Eine himmlische Familie», jetzt werden Sie mit dem Remake von «Total Recall» zur Actionheldin.
Ich bin durch die Kampfsport­schule gegangen. Das war hart. Gut, dass ich von Natur aus ein sehr sportlicher Typ bin. Schon als Kind habe ich viel Gymnastik gemacht, Fussball und Basketball gespielt. Heute wandere ich regelmässig, gehe auch Schwimmen und Snowboardfahren.

Kann man das denn in Kalifor­nien?
Es gibt ein paar gute Gegenden. Aber natürlich sind die nicht so toll wie die Alpen, wo ich im letzten Winter zum ersten Mal war. Einfach überwältigend!

Glauben Sie, dass sich Ihr Leben als Ehefrau gross ändern wird?
Ich hoffe nicht, denn ich bin im Moment eigentlich sehr glücklich. Ich hatte nie unrealistische Vorstellungen übers Heiraten und wie es ist, wenn man einem Mann für immer gehört. Für mich gibt es nichts Wichtigeres, als meine Familie und meine Karriere unter einen Hut zu kriegen.

Wie steht es eigentlich mit Ihren hausfraulichen Qualitäten?
Ich koche sehr gern.

Was zum Beispiel?
Ich mag alles, was man mit Gemüse und Vollkorn machen kann. Aufläufe, Risotto. Meine Spezialität ist Zucchini-Brot.

Steht Justin auch manchmal in der Küche?
Eher am Grill. Er liebt Fleisch.

Da ergänzen Sie sich offenbar sehr gut: das perfekte Rezept für eine Ehe!
Ich habe mir ein paar Dinge bei meinen Eltern abgeguckt, die seit mehr als 25 Jahren glücklich miteinander sind. Es ist wichtig, dass man eine echte Partnerschaft hat und seiner Beziehung höchste Priorität gibt. Man muss sich einfach füreinander Zeit nehmen. Justin und ich haben ausgemacht, dass wir nie über eine bestimmte Anzahl von Tagen hinaus getrennt sein wollen.

Und Kinder? Hören Sie die biologische Uhr schon ticken?
Bei mir tickt es nicht (lacht). Aber klar, hätte ich eines Tages schon gerne Kinder.

«Total Recall» spielt in der Zukunft. Wenn Sie entscheiden könnten, wie es auf unserem Planeten in drei Jahrhunderten aussehen sollte …
… dann würden wir Frauen die Geschäfte auf der Erde führen. Wir wären an der Macht. Sorry, Jungs, wir brauchen euch zwar, aber viele Dinge können wir viel besser.

Was tragen Sie persönlich dazu bei, die Umwelt für zukünftige Generationen zu erhalten?
Ich recycle beinahe alles. Ich dusche nie lange. Und ich versuche, nur biologisch abbaubare Materialien zu verwenden. Es ist wichtig, dass jeder Mensch seinen Teil dazu beiträgt, die Welt besser zu machen.

Denken Sie oft über Ihre Zukunft nach?
Ja. Aber ich muss auch eingestehen, dass ich ein unverbesserlicher Optimist ist. Ich freue mich auf alles, was noch kommt.

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