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Nina Hagen über ihren ersten Sex mit 13 Jahren:
«Wir machten Ferien an einem FKK-Strand. Im Urlaub waren wir immer nackt; es war ein Stück Normalität. Jede Zelle meines Körpers wurde überschwemmt von Liebesenergie. Millionen von Rezeptoren gingen wie auf himmlischen Befehl in mir auf. Ich war bereit, ihm alles, alles zu geben, meine ganze jungfräuliche Liebe, meine Unschuld. Und bald entdeckte ich, wie schön liebevoller Sex sein kann.»
Über Beziehungen:
«Mein Herz öffnete sich immer wieder für die Liebe! So lebte ich in einer Reihe von Beziehungen; ich habe sogar zwei Mal geheiratet und in der ganz frühen Pubertät hatte ich auch Freundinnen. Da wurde kurz mal sexuelle Jugendforschung betrieben.»
Über ihre Abtreibungen mit 15 und 16 Jahren:
«Heimlich und tief entwürdigend, im polnischen Jelenia Góra, wo der Abtreibungsarzt mich auch noch sexuell belästigte. Ich habe mich mit Händen und Füssen gegen diese Abtreibungen gewehrt! Ich habe meine Mutter angebettelt, ‹es› behalten zu dürfen. Die Erwachsenen taten alles, um mich zur Abtreibung zu überreden. Ich war danach zu Tode gedemütigt und tief erschüttert.»
Über ihre Mutter, Schauspielerin Eva-Maria Hagen (76):
«Als ich 14 oder 15 Jahre alt war, gab es für mich kein Nest mehr. Ich wollte ja sowieso gerne weg von der nervenden Mutter, und sie kickte mich eines Nachts einfach (besoffen und zu allem entschlossen) mit einem Arschtritt aus der Wohnungstür. Prima, dachte ich. Endlich frei!»
Über ihren Selbstmordversuch mit einer Schere:
«Ich wollte mir das Leben nehmen, stach, riss, schnitt an meinem Unterarm herum. Die Verletzungen, die ich mir zufügte, versauten mein Bett und taten höllisch weh, aber sie verfehlten ihr Ziel.»
Über ihre Begegnung mit Gott auf einem LSD-Trip:
«An seiner unbeschreiblichen, riesigen Liebe erkenne ich ihn: Gott und Jesus zugleich! Ich frage ihn: ‹Lieber Gott, gehst du etwa wieder weg, wie all die anderen?› Er antwortet: ‹Nein! Ich bin immer da! Ich war immer da! Ich werde immer da sein!› Da fällt mir ein Riesenstein vom Herzen.»
Über Drogen:
«Drogen sind nicht harmlos, sie öffnen die Türen des Bösen. Die Abgründe gehen auf. Die Monster steigen hoch; die Höllenhunde gehen von der Kette. Der Tod schickt seine Boten voraus.»
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«Bekenntnisse», Nina Hagens Biografie, ist ab 22. März erhältlich (Pattloch Verlag). (ZVG)