Hollywood-Skandal um «Der letzte Tango in Paris» Maria Schneider wusste nichts von Vergewaltigungs-Szene

Es ist eine der berüchtigtsten Filmszenen Hollywoods: Im Erotik-Drama «Der letzte Tango in Paris» vergewaltigt Paul, gespielt von Marlon Brando, die von Maria Schneider gespielte Jeanne. Doch die Szene ist noch schockierender, als man vermutet. Die Schauspielerin wusste nicht, dass sie eine Vergewaltigungsszene erwartet.

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Das Erotik-Drama «Der letzte Tango in Paris» war in den 70er-Jahren ein Skandal. Die offen gezeigten Sexszenen, die schlüpfrige Story und vor allem die schockierende Vergewaltigungsszene – so etwas hatte man noch nie gesehen. Der Film durfte in vielen Ländern nicht gezeigt werden und galt in bürgerlichen Kreisen als obszön. Gleichzeitig wurde er aber auch als Kultfilm gefeiert, als bahnbrechend und als Meisterwerk. 

Viele Vertreter der zweiten Meinung dürften sich ihren Standpunkt momentan aber neu überlegen, denn ein neu aufgetauchtes Interview mit Regisseur Bernardo Bertolucci (70) wirft einen düsteren Schatten auf den Film. Maria Schneider (†58) wusste nicht, dass sie eine brutale Vergewaltigungsszene spielen musste. Im Film besucht die von Schneider gespielte Jeanne ihren Liebhaber Paul, der von Schauspiellegende Marlon Brando (†80) gespielt wird, und wird in seiner Wohnung von ihm anal vergewaltigt. Paul benutzt dabei ein Stück Butter als Gleitcreme.  

«Ich wollte, dass sie die Erniedrigung fühlt»

«Ich behandelte Maria insofern schrecklich, als dass ich ihr nicht sagte, was geplant ist. Ich wollte ihre Reaktion als Mädchen, nicht als Schauspielerin. Ich wollte, dass sie die Erniedrigung fühlt», gestand der Italiener Bertolucci bereits 2013 während einer Fragerunde. Obwohl er zugab, dass er sich «schuldig» fühle, hielt er gleichzeitig fest, dass er die Entscheidung nicht bereue.

Empörung unter Hollywood-Stars

Der Interview-Ausschnitt stösst derzeit in Hollywood auf breite Empörung. «An alle, die den Film lieben: Ihr seht eine 19-Jährige, die von einem 48 Jahre alten Mann vergewaltigt wird. Der Regisseur hat die Attacke geplant. Mir ist schlecht», schreibt etwa Jessica Chastain (39) auf Twitter. Superstars wie Evan Rachel Wood (29), Chris Evans (35) und Anna Kendrick (31) stimmen ihr zu. 

«Ich weinte echte Tränen»

Maria Schneider, die ihr Leben lang mit ihrem durch den Film entstandenen Image als Sexsymbol haderte, sprach 2007 über die Szene: «Ich weinte echte Tränen, fühlte mich erniedrigt und, um ehrlich zu sein, ein wenig missbraucht. Nach der Szene hat mich Marlon nicht getröstet oder sich entschuldigt. Glücklicherweise gab es nur einen Take.» (klm)

Publiziert am 05.12.2016 | Aktualisiert am 05.12.2016
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