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Mit 70 Minuten Verspätung trifft der Jackson-Clan auf dem Friedhof ein. Welche Szenen sich vorher bei der Familie abgespielt haben – man ahnt es nur. Vielleicht mussten La Toya und Janet Jackson erst noch einmal ausgiebig die Kinderseelen streicheln, bevor Prince Michael I. (12), Paris (11) und Prince Michael II., genannt Blanket (7), in der Lage waren, ihren Vater auf seine letzte Reise zu verabschieden.
Der Jüngste kämpft schon auf der Fahrt zum Glendale Forest Lawn Memorial Park mit den Tränen, sitzt wie ein Häufchen Elend im Auto. In der Hand eine kleine Spielzeugfigur, mit der er sich abzulenken versucht. Ein schwacher Trost.
Paris und ihr älterer Bruder haben sich besser unter Kontrolle, doch auch ihnen steht der Schmerz ins Gesicht geschrieben, als sie mit versteinerten Mienen in der ersten Reihe der Trauergäste Platz nehmen.
Zuvor durften sich die Geschwister noch einmal leise davon stehlen. In einem privaten Moment sagten sie ihrem Papa endgültig Lebewohl. Ihr Abschiedsgeschenk: Kleine Briefe, die Jacko mit ins Grab nimmt. «Papa wir lieben dich, wir vermissen dich», sind die letzten Worte, die Paris, Blanket und Prince Michael ihrem Vater mit ins Jenseits geben. (aau)
La Toya Jackson mit verheulten Augen.- AP