Hollywood-Beau George Clooney «Glauben Sie, in meinem Sex-Leben passiert nicht viel?»

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Dierk Sindermann aus Los Angeles

Sexsymbol George Clooney (49) über seine Freundin Elisabetta, Heirat und Brustimplantate.

War es nicht knausrig, Ihre Freundin Elisabetta zur Verlobung mit einem Serviettenring abzuspeisen?
George Clooney:
Hey, nicht jeder Mann kommt so billig davon (lacht). Ernsthaft, wir sassen abends beim Essen im Restaurant und Elisabetta spielte mit dem Ring ihrer Serviette rum. Dabei glitt er ihr über den Finger. Genau in dem Moment muss der Fotograf abgedrückt haben – und schon waren wir verlobt.

Genau vor zehn Jahren haben Sie mit Nicole Kidman um 10 000 Dollar gewettet, dass Sie an Ihrem 40. Geburtstag nicht verheiratet sein würden.
Und ich habe gewonnen.

Nächstes Jahr werden Sie 50. Wie steht es jetzt?
An meiner Einstellung hat sich nichts geändert. Ich bin glücklich und habe ein sehr gutes Leben. Ich denke nicht über Dinge nach, die kein Bestandteil meines Lebens sind.

Die Ehe ist kein Bestandteil Ihres Lebens, aber Italien. Überlegen Sie sich, für immer in Ihre Villa an den Comersee zu ziehen?
Nein, ich werde Amerika nicht aufgeben. Ich habe ein schönes Haus in Los Angeles und bin immer noch mit meiner Heimat Kentucky verwurzelt. Aber ich geniesse es, mich drei Monate im Jahr an einen der schönsten Plätze auf der Erde zu flüchten. Wo man ausserdem viel besser isst als in den USA.

Haben Sie Ihren neuen Film «Der Amerikaner» wegen der Küche in Italien gedreht?
Nein, wegen der Kosten. Ich bin nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Produzent. Und wir wollten einen «europäischen» Hollywood-Film machen.

Gedreht wurde im Winter in einem italienischen Alpen-Städtchen.
In Castel del Monte, wo zu der Jahreszeit nur 100 Menschen leben. Zum ersten Mal seit 20 Jahren konnte ich Spaziergänge machen, auf denen ich allein mit mir selbst war und mich niemand ansprach.

Ein ganz neues Erlebnis für einen Mann, der stets mit Autogramm-Wünschen bestürmt wird. Wie reagieren Sie auf diese Fans?
Ich versuche den ersten, der mich erreicht, mit seinem Kugelschreiber zu erstechen. Wenn er so richtig blutet, dann schreckt das die anderen ab. Im Ernst, ich nehme mir immer Zeit für die Fans. Schliesslich weiss ich selbst, wie faszinierend es ist, einem Star zu begegnen. Als ich 12 war, kam Raymond Burr alias «Perry Mason» in unsere Kleinstadt. Ich bin ihm auf Schritt und Tritt gefolgt. Der muss froh gewesen sein, als er wieder abreisen konnte.

In «Der Amerikaner» kann man zusehen, wie Sie Sex haben. Das passiert nicht sehr oft.
Moment mal. Glauben Sie, dass in meinem Sex-Leben nicht viel passiert?

Die Betonung liegt auf zusehen.
Dann haben Sie recht. Die Lover-Rollen werden in meinem Alter rar.

Die Verehrerinnen ganz bestimmt nicht. Was halten Sie eigentlich davon, wenn Frauen ihrer Schönheit per Botox oder Busen-Implantat nachhelfen?
Ich finde, dass Frauen das tun sollen, womit sie sich am besten fühlen. Das Dumme ist, dass heutzutage schon 25-Jährige versuchen, jünger auszusehen. Das ist ein Problem.

Elisabetta hat das augenscheinlich nicht nötig.
Naja, sie ist etwas altmodisch, aber was soll ich machen?

Rang 7: George Clooney.- Keystone

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