Für besonders schöne Ocker-Farbtöne Picasso malte mit Kinder-Kot

Der Maler Pablo Picasso tunkte seinen Pinsel für seine Werke in Exkremente. Das verrät nun seine Enkelin Diana.

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Bei seiner Kunst kannte Pablo Picasso (†91) keine Grenzen – auch, was die Materialien angeht: Wie die Enkelin des weltberühmten spanischen Malers jetzt verrät, schreckte Picasso nicht davor zurück, mit Exkrementen zu malen.

«Ich möchte ein Familien-Geheimnis lüften», schreibt Diana Widmaier Picasso (42) in einem Essay in «100 Secrets of the Art World». «Mein Opa hat mit dem Kot seiner Tochter Maya (meine Mutter), die damals drei war, einen Apfel für eines seiner Stillleben gemalt.»

Ungefähr so sieht Picassos «Stillleben» aus dem Jahr 1938 aus - der Apfel links ist mit Kot gemalt: Weil wir das Original aus Urheberrechtsgründen nur zu einem sündhaft teuren Preis zeigen dürften, haben wir es nachzeichnen lassen. play

Ungefähr so sieht Picassos «Stillleben» aus dem Jahr 1938 aus - der Apfel links ist mit Kot gemalt: Weil wir das Original aus Urheberrechtsgründen nur zu einem sündhaft teuren Preis zeigen dürften, haben wir es nachzeichnen lassen.

Lilla Benkö

Picassos Enkelin verrät in ihrem Aufsatz auch, warum der Maler zum ekligen Farbersatz griff. «Er sah in dem Kot eines Kindes, das Muttermilch bekommt, eine einzigartige Struktur und Ocker-Farbe.» Das Gemälde, das aus urheberrechtlichen Gründen nicht gezeigt werden darf und am 19. Februar 1938 gemalt wurde, befindet sich heute in Privatbesitz.

«Scheisse hat eine lange Geschichte in der Kunst»

Picasso ist bei weitem nicht der erste Künstler, der für seine Werke zu Kot greift. «Schon der Kunsthistoriker Jean Clair sagte: ‹Scheisse hat eine lange Geschichte in der Kunst›», schreibt Diana Widmaier Picasso. So produzierte etwa der italienische Künstler Piero Manzoni (†29) 1961 ganze 90 Dosen «Merda d’artista» – auf Deutsch etwa «Künstler-Kot».

UK-Maler Chris Ofili (48) verwendete für sein Bild «The Holy Virgin Mary» Elefanten-Kot und wurde dafür heftig kritisiert. Nicht weniger eklig sind die «Shit»-Stücke von US-Fotograf Andres Serrano (66), der gerne Nahaufnahmen von Stuhlgang macht. Kot in der Kunst – schön oder verschissen? Das liegt wohl im Auge des Betrachters. (kad)

Publiziert am 03.11.2016 | Aktualisiert am 28.11.2016
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