«Ein historisches Ereignis» Rolling Stones rocken zum ersten Mal in Kuba

HAVANNA - Im sozialistischen Kuba war Rockmusik lange tabu. Nun fand nicht nur wirtschaftlich, sondern auch musikalisch eine Öffnung statt: Die Rolling Stones feierten gestern ihr erstes Konzert auf der Insel.

Die Rolling Stones rocken Havanna

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Was für eine Premiere! Unter grossem Jubel haben die Rolling Stones gestern ihr erstes Konzert in Kuba gegeben. Zu dem kostenlosen Open-Air-Auftritt der britischen Altrocker in der grossen Sportanlage der Hauptstadt Havanna kamen mehr als eine halbe Million Menschen.

Fans wait for the free outdoor concert by the Rolling Stones at Ciudad Deportiva de la Habana sports complex in Havana play
Hunderttausende waren zum Konzert gepilgert.  Reuters

Viele der Fans schafften es zwar nicht auf das Veranstaltungsgelände, konnten aber trotzdem mitfeiern, weil die Musik rund einen Kilometer weit zu hören war.

Die Stones spielten unter anderem Klassiker wie den Song «Jumpin' Jack Flash» und auch die Hymne «It's Only Rock 'n' Roll» - letzteres möglicherweise als Botschaft an die kommunistische Führung des karibischen Inselstaats, die ihre Musik in der Vergangenheit als «teuflisch» verurteilt hatte.

«Ein historisches Ereignis für uns»

Die Stones hatten ihren Fans in Kuba bereits vorab einen unvergesslichen Auftritt versprochen. «Wir haben an vielen unglaublichen Orten gespielt, aber dieses Konzert wird ein historisches Ereignis für uns sein - wir hoffen, für euch ebenfalls», sagte Sänger Mick Jagger auf Spanisch in einem kurzen Videoclip.

Fans hold onto a fence before a free outdoor concert by the Rolling Stones at the Ciudad Deportiva de la Habana sports complex in Havana play
Unzählige Fans mussten den Auftritt der Stones aus der Ferne verfolgen.  Reuters

Erst vor wenigen Tage war US-Präsident Barack Obama als erster amtierender Staatschef der USA seit fast 90 Jahren in Kuba gewesen. Der dreitägige Staatsbesuch markierte den bisherigen Höhepunkt des Annäherungskurses zwischen den vormals verfeindeten Ländern. (SDA)

Publiziert am 26.03.2016 | Aktualisiert am 15.07.2016
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7 Kommentare
  • Michi  Martin aus Aesch
    26.03.2016
    Herr Lehmann, nichts gegen ihre genannten Bands, aber wo sind sie heute und im Radion sind sie nie mehr zu hören........ Und wer hat vor 2 Jahren nochmals seit über 45 Jahren eine Platte herausgebracht ? Und gerade der biedere Durchschnitt kommt an, Mercy Beat, Blues, Rock, die "Stones" sind Zeitlos, gehen mit der Zeit, darum haben sie wieder so viele junge Fans.
    • Markus  Lehmann 26.03.2016
      Jetzt gerade läuft "Kashmir" von "Led Zeppelin" - bereits zum xten mal heute - auf RCK. "Pink Floyd" hat sich im letzten Jahr aufgelöst, nachdem sie 2014 nochmals ein neues Studioalbum präsentierten. Das letzte Studioalbum der "Stones" erschien bereits 2005. Die neueren Alben sind alles nur aufgewärmte Liveaufnahmen, teilweise von Konzerten aus den 70-ern. Aber Sie haben recht, die "Stones" gehen mit der Zeit. Sie verstehen es auch die hinterletzten Audiobänder noch irgendwie zu Geld zu machen.
  • Alexander  Bruhin aus Pratteln
    26.03.2016
    Alexander Bruhin
    Was ist völkerverbindender als Josef Blatters FIFA??
    The Rolling Stones im Jahre 2016!!!
    Keep on rocking boys!!!
  • Michi  Martin aus Aesch
    26.03.2016
    Über 45 Jahre "Stones" und nun noch in Kuba. Keine Band, kein/e Sänger/in, niemand auf der Welt hatte so lange und so viel Erfolg. Es wird auch nie mehr so eine Band geben, sie sind auf immer und ewig das Mass aller Dinge, in der Musikgeschichte der Neuzeit.
    • Markus  Lehmann 26.03.2016
      Sowas kann nur ein eingefleischter "Stones"-Fan schreiben. Natürlich, sie haben einige unvergessliche Songs veröffentlicht, aber musikalisch gesehen - diesbezüglich waren sie schon immer nur biederster Durchschnitt - sind sie spätestens seit den 80-ern tot. Es gab da weitaus bessere Bands wie bspw. "Led Zeppelin", "Pink Floyd" oder auch die "Beatles". Die waren übrigens allesamt auch kommerziell erfolgreicher. Die "Stones" leben doch schon lange nur noch von ihren "Alte Leute-Konzerten"...
  • Gardin  Roberto 26.03.2016
    Grossartig. Diese Männer sind ein Schlag ins Gesicht all jener Leute, die spätestens mit 40 und stetig anschwellendem Bauchfett auf dem Sofa vor sich hin gären.
  • Thomas  Zürcher 26.03.2016
    Ja der Wind hat gedreht in Kuba.Ich freue mich für das kubanische Volk das in Zukunft hoffentlich auch von der vorsichtigen Öffnung profitieren kann.Sogar der Papst wird neidisch sein kamen doch über 500000 Menschen zu diesem Konzert.Die Rock Opas zeigten wieder das sie noch nicht zum alten Eisen gehören.Immerhin ist Mick Jagger "NUR"12 Jahre jünger als Kubas Staatschef Raul Castro.