Das Tessin macht Jagd auf Luigi Clooneys Schwager ist ein Schlufi

  • Publiziert: 31.01.2010, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Lorenz Honegger und Reza Rafi

Elisabetta Canalis bringt George Clooney zur Ekstase – und ihr grosser Bruder die Tessiner zur Weissglut. Der Arzt hinterliess einen Schuldenberg von 25'000 Franken.

Sie ist das It-Girl Italiens schlechthin. Die Sardin Elisabetta Canalis (31) hat es zur grössten Weihe gebracht, seit ihr unzüchtiger Körper, der die Männer des katholischen Landes an den Rand des Wahnsinns bringt, nur noch Superstar George Clooney (48) gehört. Seit letztem Sommer spekuliert die Klatschpresse über eine baldige Heirat der beiden, ihr Vater Giulio Cesare (70) hofft öffentlich auf baldige Enkelkinder.

Doch im durch und durch berechneten Leben des ehemaligen «Canale 5»-Showgirls gibt es noch einen weiteren wichtigen Mann: ihren Bruder Luigi (35), Nachwuchsarzt und Lebemann mit dürftiger Zahlungsmoral.

Anders als der Oscar-prämierte Philanthrop Clooney erregt dieser nicht ein begeistertes Weltpublikum, sondern die Gemüter im Tessin. Dort nämlich, im altehrwürdigen Ospedale Civico in Lugano, hat der ausgebildete Radiologe von Sommer 2007 bis Sommer 2009 ein Praktikum in der Inneren Medizin absolviert. Und statt gutem Eindruck nur verbrannte Erde hinterlassen. Das Tessiner Nachtleben scheint ihn mehr interessiert zu haben als das Schweizer Gesundheitswesen. «Canalis war faul und unbeliebt», sagt eine Krankenschwester der Klinik zu SonntagsBlick. «Er war ständig auf der Terrasse, rauchte und trank Kaffee. Wenn man ihn brauchte, war er nie erreichbar. Er hat in der Schweiz einen grossen Schaden hinterlassen.»

Auch Spitaldirektor Gianluigi Rossi weiss über Clooneys Schwager in spe einiges zu berichten: «Herr Canalis verlor zwei Mal den Spitalschlüssel. Und er hatte nicht alle Dienststunden erfüllt», sagt er zu SonntagsBlick, «die fehlenden Arbeitsstunden wurden ihm aber nicht ausbezahlt.» Man habe auch von seinen privaten Problemen gewusst, die Rossi aber nicht kommentieren möchte. Auch Kunstfehler könne er «nicht ausschliessen».

Der Bonvivant mit der berühmten Schwester hinterlässt in der Schweizer Sonnenstube aber nicht nur genervte Arbeitskollegen, sondern auch zahlreiche geprellte Gläubiger, wie ein Blick in das Luganeser Betreibungsregister zeigt: Mit 24429 Franken steht Bruder Leichtfuss in der Kreide, unter anderem bei kantonalen Ämtern, bei der Assura-Versicherung (1800 Franken) und der Cornèr Bank (über 10000 Franken). Der Swisscom hinterliess der Arztsohn eine offene Handyrechung.

Den Tessiner Betreibungsbeamten sind die Hände gebunden: Canalis hat sich nach Italien abgesetzt. In der Klinik Maggiore della Carità in Novara fand er eine feste Anstellung. «Er weiss, dass er nicht mehr ins Tessin darf», sagt seine Ex-Arbeitskollegin über Canalis, der für SonntagsBlick nicht erreichbar war, «für Clooney hoffe ich, dass dieser Charakterzug nicht in der Familie liegt.»

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