«Ich will als böser Franzose in die Bond-Geschichte eingehen!»

  • Publiziert: 12.12.2007, Aktualisiert: 14.01.2012
  • Von Dominik Locher

ZÜRICH – Der Schweizer Schauspieler Anatole Taubman zog das ganz grosse Schauspiel-Los: Neben Mathieu Almaric spielt er den zweiten bösen Mann im neuen Bond-Film. Blick.ch stellte ihm 007 Fragen.

Blick.ch: Herzliche Gratulation, Herr Taubman. Wie fühlten Sie sich, als sie erfuhren, dass Sie der nächste Bond-Bösewicht sind?
Anatole Taubman: Ich bin implodiert! Man träumt davon, klar, doch wenn der Traum wahr wird, dann heisst das: Fassungslosigkeit. Und Kollaps! Erst nach einer Minute konnte ich meinen Mund wieder schliessen.

Herr Bösewicht, sie werden einen grossen Auftritt an der Seite des Bond-Girls haben. Angenommen, Sie könnten entscheiden, wer wäre die Glückliche?
Am liebsten eine ältere Actrice wie Meryl Streep. Weil das Bond-Gril aber natürlich jung, knackig und sexy sein muss, hätte ich am liebsten Rachel Weisz, Natalie Portman oder Rachel McAdams.

Wie intim wird das Leinwand-Verhältnis von Ihnen und dem Bond-Girl? Immerhin spielen Sie einen Franzosen.
(Lacht) Es wird keinen Auftritt in der Horizontalen geben. Franzose hin oder her.

Was können Sie uns sonst schon über Ihre Rolle als Bad Boy neben «Hauptbösewicht» Mathieu Amalric verraten?
Bis jetzt nur so viel: Ich werde kein Schatten sein. Ich habe viele Sprech- und Actionszenen.

Doch bis anhin war der zweite Bösewicht eher der «Unter ferner liefen»-Typ.
Erstmals in der Geschichte von James Bond wurde nicht eine Roman-Vorlage von Ian Flemming genommen. Das Drehbuch von «Bond 22» hat Paul Haggis (Oscar-Preisträger für «L.A. Crash») geschreiben. Der gibt jeder Rolle ein Gesicht!

Einen Tag nach Bekanntwerden Ihres grossen Loses kam auch noch ans Licht: Der Film wird in Bregenz gedreht anstatt bei uns in der Schweiz. Was ist Ihre Meinung dazu?
Ich bin da völlig leidenschaftslos. Ich find es schon mal toll, dass es einen Schweizer Regisseur und einen Schweizer Darsteller gibt. Darauf können wir stolz sein – das gab es nämlich noch nie!

Sie werden während dem Dreh in London wohnen und um die Welt jetten. Da sagten Sie: «Meine Familie muss mit!» Wie wichtig sind Ihnen Ihre Liebsten?
Die Gesundheit und das Glück meiner Lebenspartnerin und meiner zwei Kinder ist alles für mich. Sie sind meine Basis und mein Rückhalt. Ohne sie wäre ich nicht dort, wo ich jetzt bin. Darum werden sie auch die Bond-Welle mitreiten. Denn das Schwierigste kommt noch: Es ist zwar ein goldenes Ticket, aber die Schauspiel-Arbeit beginnt jetzt erst. Viel Arbeit, schliesslich will ich als böser Franzose in die Bond-Geschichte eingehen (lacht)!

Anatole Taubmann

Antale Taubman hat zwei Kinder. Zusammen mit seiner Lebenspartnerin Claudia Michelsen lebt der 36-jährige Zürcher in Berlin.
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