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Er ist zurzeit der wohl gefragteste Schweizer: Bond-Regisseur Marc Forster. Bis Ende November ist er auf Premieren-Marathon. Los Angeles, London, Wien und – Emmenbrücke. Heute gastiert er dort, zusammen mit James Bond persönlich, Daniel Craig.
Er ist Schweizer, Anatole Taubman spielt eine Rolle im Film, warum hats mit einem Drehort in der Schweiz trotzdem nicht geklappt? Marc Forster beantwortet die Frage im Interview mit der «Schweizer Illustrierten»: «Die Schweiz hat einfach nicht ins Drehbuch gepasst. Aber um diese Verfehlung wieder gutzumachen, habe ich ja Anatole Taubman angeheuert.»
Dass er als neuer Bond-Regisseur derart unter Beobachtung stehen würde, habe er im Vorfeld unterschätzt, gibt Forster ganz offen zu. «Ich war vielleicht etwas naiv.» Forster, der einige sehr sensible Filme in seinem Repertoire hat, ist kein Fan von Gewalt – Bond ohne Fäuste gibt’s jedoch nicht. «Solange die Gewalt realistisch rüberkommt, kann ich damit leben. Denn ich will die Gewalt nicht verherrlichen, aber man soll den Schmerz sehen.»
Und Forster kann nicht nur auf dem Regie-Stühlchen sitzen und rumkommandieren, sondern auch mit dem Haushaltskässeli umgehen. Denn das Budget von 200 Millionen, dass der neue Bond hatte, überzog er kaum: «Mehr als 2 oder 3 Millionen habe ich nicht überzogen.» (num)
Dass die Bond-Premiere in Emmenbrücke stattfindet überraschte selbst Marc Forster: «Es wird sicher lustig an einem so kleinen Ort.»- RDB