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BLICK: Frau Hagen, Sie
sollen am liebsten mit Würmern und Schnecken sprechen. Wie muss man sich das vorstellen?
Nina Hagen: «Wir sind alle Gottes Geschöpfe. Hier im schönen Schweizer Wald teilen wir uns gegenseitig mit. Zum Beispiel darüber, wie angenehm es duftet, wie gut wir es hier haben – und wie viel Grund wir haben, glücklich zu sein.»
Sie führen einen richtigen Dialog mit den Tieren?
«Ja. Das kann übrigens jeder. Wir müssen nur offen im Geist sein.»
«Das Böse ist in uns allen. Ich liebe es, auf der Bühne auszuleben, womit sich jeder von uns auseinandersetzen muss: dem Gleichgewicht zwischen Gut und Böse.»
«Auf jeden Fall. Ich bin an Bösem auch schon selbst verbrannt – und dann wie ein Phoenix aus der Asche wiederauferstanden.»
«Das ist auf die heutige Zeit mit Drogen und Suchtmitteln ummünzbar. Viele können ihr Denken, Tun und Handeln nur ertragen, indem sie sich betäuben. Ich liebe es, nüchtern durch die Welt zu gehen.»
«Nein. Ich bereue nichts, und vergessen will ich schon gar nichts.»