«Ich sollte in Craigs Armen sterben»

  • Aktualisiert am 14.01.2012
  • Von Dominik Locher

ZÜRICH – Eben hat der Zürcher Anatole Taubman seinen neusten Hollywood-Streifen abgedreht – und fast hätte er noch eine viel grössere Rolle gekriegt! Richtung Traumfabrik ziehts ihn trotzdem nicht.

Er ist nach Bruno Ganz derzeit Hollywoods grösster Schweizer Schauspieler. Und es hätte die Szene sein können, die ihn einen grossen Schritt weiter bringt: Im Zweiweltkrieg-Drama «Defiance» sollte er den Bruder von Daniel Craig spielen und dann auf der Flucht aus Nazi-Polen in den Armen des Bond-Stars sterben.

Doch Anatole Taubman tanzt derzeit auf so vielen (Film-)Hochzeiten, dass es terminlich einfach nicht klappte. «Schade», sagt er mit einem wehmütigen Lächeln. Dafür hatte der Vater zweier Töchter eben erst einen anderen grossen Auftritt: In «Speed Racer» – dem neuen Film der «Matrix»-Macher – spielte er an der Seite von «Lost»-Star Matthew Fox einen rasenden Reporter. Von dem Film gibt es zwar noch keine Bilder, doch etwas konnte der Wahlberliner schon verraten: «Jede Frau kann sich auf Fox freuen – er ist ganz in Leder gekleidet!»

«Ich würde nie nach Hollywood ziehen»

Bei so vielen grossen Produktionen wird sich mancher fragen: Warum zieht Taubman nicht nach Hollywood? Er lacht: «Das wäre utopisch. Wenn Hollywood Europäer braucht, dann kommen sie zu uns.» Er kann sich auch nur schwer vorstellen, dass z.B. eine Lauriane Gilliéron (23) es dort schaffen wird. «Aber man soll ja nie aufhören zu träumen – wer nicht wagt, der nicht gewinnt.» Und Taubmann ist jetzt endlich auf der Gewinnerseite und kann langsam aber sicher die (Hollywood-)Früchte seiner langen Arbeit ernten.

Chatten Sie mit Anatole

Anatole Taubman (35) lebt zusammen mit seiner Lebenspartnerin – der deutschen Schauspielerin Claudia Michelsen – und zwei Töchtern in Berlin.

Am Donnerstag um 12.30 ist der «Marmorera»-Schauspieler Chat-Gast bei Blick Online.

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