
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Er ist nach Bruno Ganz derzeit Hollywoods grösster Schweizer Schauspieler. Und es hätte die Szene sein können, die ihn einen grossen Schritt weiter bringt: Im Zweiweltkrieg-Drama «Defiance» sollte er den Bruder von Daniel Craig spielen und dann auf der Flucht aus Nazi-Polen in den Armen des Bond-Stars sterben.
Doch Anatole Taubman tanzt derzeit auf so vielen (Film-)Hochzeiten, dass es terminlich einfach nicht klappte. «Schade», sagt er mit einem wehmütigen Lächeln. Dafür hatte der Vater zweier Töchter eben erst einen anderen grossen Auftritt: In «Speed Racer» – dem neuen Film der «Matrix»-Macher – spielte er an der Seite von «Lost»-Star Matthew Fox einen rasenden Reporter. Von dem Film gibt es zwar noch keine Bilder, doch etwas konnte der Wahlberliner schon verraten: «Jede Frau kann sich auf Fox freuen – er ist ganz in Leder gekleidet!»
Bei so vielen grossen Produktionen wird sich mancher fragen: Warum zieht Taubman nicht nach Hollywood? Er lacht: «Das wäre utopisch. Wenn Hollywood Europäer braucht, dann kommen sie zu uns.» Er kann sich auch nur schwer vorstellen, dass z.B. eine Lauriane Gilliéron (23) es dort schaffen wird. «Aber man soll ja nie aufhören zu träumen – wer nicht wagt, der nicht gewinnt.» Und Taubmann ist jetzt endlich auf der Gewinnerseite und kann langsam aber sicher die (Hollywood-)Früchte seiner langen Arbeit ernten.