Horrorshowtime für alle

  • Aktualisiert am 03.01.2012

SANTA MONICA (USA) – Ob Hund, Baby oder Vorzeigepromis wie Heidi Klum, Jamie Lee Curtis oder Bai Ling: Gestern war Halloween – und da musste jede(r) durch.

Seit die Marketingspezialisten hierzulande Halloween als Verkaufsförderungsmassnahme entdeckt haben, kommen Schweizer Eltern kaum darum herum, einmal pro Jahr ihre Kürbisschnitzfähigkeiten unter Beweis stellen. Und am 31. Oktober mit ihren Sprössling von Tür zu Tür zu gehen und Jagd auf Süssigkeiten zu machen. Während man deswegen gestern beispielsweise in Zürich ganze Rudel von spitzhütigen schwarzen Hexen und totenbleichen Sensemännern antraf, die erst bei Sätzen wie «Mami, Mami, warum hat er mehr M&Ms als ich?» etwas von ihrem Schrecken verloren, konnte man in Amerika – dem heutigen Mutterland des besagten Brauches – schon die fortgeschrittenere Horror-Wahnsinnssstufe beobachten.

Beispiel Nummer eins: Bei der tierischen Ausgabe des Events, dem sogenannten «Howl-A-Ween« (zu Deutsch: «Heul dir ein Würstchen»), in Las Cruces, New Mexico, traten am Samstag statt Menschen Hunde zum Kostümwettbwerb an. Ein offensichtlich ganz schön anstrengendes Unterfangen, denn der als Leopard «getarnte» Labrador Nabisco musste zwischendurch ein Schläfchen halten. Als Kissen benutzte er dabei die Kuh, pardon, den Foxterrier Slinky.

Beispiel Nummer zwei: In Webster, New York, wurden ebenfalls am Samstag bei der Halloween-Parade zwei Tiger gesichtet. Die Panik verebbte jedoch jäh, als bei einem der Raubtiere ein Schnuller entdeckt wurde. Des Rätsels Lösung: Die Dschungelkönige entpuppten sich als die zehn Monate alten Zwillinge Nathan und Michael Zicari.

Etwas weniger harmlos war die Wildkatze, die an der sechsten Ausgabe der «Almost Human»-, sprich «Beinahe ein Mensch»-Party am Samstag in Culver City, Kalifornien, herumtigerte: Bai Ling (34). Die «Star Wars: Episode III»-Darstellerin hatte sich für die Halloween-Fete von vorgestern nämlich auf ein Minimum an «Fell» beschränkt, wodurch sie die Gesundheit eifersüchtiger Ehefrauen massiv gefährdete.

Das gleiche gilt für Heidi Klum (31), die gestern als rote, super sexy Vampir-Teufelin im New Yorker Club «Marquee» zu einer Gänsehaut-Sause ludt. Glücklicherweise haben Lover Seal und Partygäste wie Paris Hilton und Nicole Ritchie Heidis schaurig schöne Anwandlung unbeschadet überstanden.

Absolut harmlos, sprich jugendfrei galoppierte dafür Jamie Lee Curtis (45) durch das Gruselwochenende. Die «Halloween»-Horrorfilm-erprobte Mimin warf sich für ihren Job als Präsentatorin einer Benefiz-Veranstaltung für Aids-kranke Kinder in eine Cowgirl-Kluft und sattelte ihr Steckenpferd. In diesem Aufzug verlieh sie unter anderem einen Engagement-Award an Hollywood-Legende Liz Taylor, die sich jedoch (sicher gesundheitshalber) beim Anlass von «I Know What You Did Last Summer»-Horroropfer Jennifer Love Hewitt vertreten liess.

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