«Eurovision Song Contest» GP mit Vanille-Geschmack

  • Publiziert: 09.11.2004, Aktualisiert: 03.01.2012

ZÜRICH – Estland, äh, Switzerland: 12 Points. Es wäre verständlich, wenn die «Eurovision Song Contest»-Moderatoren verwirrt wären – weil wir die ausländische Girlgroup «Vanilla Ninjas» ins Rennen schicken.

Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Schweiz sich beim «Concours dEurovision de la Chanson», heute besser bekannt als «Eurovision Song Contest», mit fremden Federn schmückt. Man denke nur an eine Kanadierin namens Céline Dion, die 1988 für Helvetien auszog und die Stimm-Schlacht sogar gewann.

Und jetzt haben unsere Landes-TV-Kanäle SF DRS, TSR und TSI erneut beschlossen, ausländische Contest-Hilfe in Anspruch zu nehmen. Was bedeutet, dass am 19. und 21. Mai in Kiew die estnische Mädchen-Combo «Vanilla Ninja» für die Schweiz zu den Mikrophonen greift. Immerhin: Die Hits der Band stammen aus der Feder von David Brandes, seines Zeichens in Basel geboren und in Ettingen BL zur Schule gegangen.

«Wir haben uns für David Brandes entschieden und freuen uns, dass wir mit ihm einen der europäischen Top-Produzenten verpflichten konnten», verkündet Toni Wachter, GP-Verantwortlicher beim Schweizer Fernsehen, in einer Presserklärung. Und meint weiter: «Brandes hat weit über 10 Millionen Tonträger verkauft und wurde über 30 Mal mit Gold und Platin ausgezeichnet. Vanilla Ninja haben den internationalen Durchbruch geschafft und werden die Schweiz am Eurovision Song Contest würdig vertreten.»

Nach dem diesjährigen «Celebrate!»-Flop von «MusicStar»-Kandidat Piero kann es ja nur noch aufwärts gehen.

play Unsere Waffe im Contest-Krieg: die Mädels von «Vanilla Ninja». (SF DRS)

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