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Er ist abgetaucht. Seit seiner Rückkehr nach Grossbritannien hat man Gary Glitter (64) nicht mehr gesehen. Trotzdem macht der Ex-Sträfling weiterhin von sich reden. Vor allem in Vietnam ist man fassungslos, dass der Kinderschänder schon nach 33 Monaten im Knast wieder frei kam. «Eine viel zu milde Strafe!», finden die Opfer. «News of the World» hat jetzt einige der Mädchen befragt.
Tran Thi Thu Diem war zehn Jahre jung, als Glitter sie missbrauchte. Nie wird sie vergessen, was er ihr angetan hat: «Ich denke noch immer an die schrecklichen Sachen, die er mit mir gemacht hat. Sie sind noch in meinem Kopf.»
Tragisch: Ihre Mutter Yen, die nicht lesen kann, liess sich von Glitters Anwalt linken. Sie musste ein Papier unterschreiben, womit sie auf eine Klage verzichtete. Das rettete Glitter das Leben, er bekam eine mildere Strafe. Die Familie erhielt im Gegenzug 2000 Dollar. Blutgeld! Heute bereut Yen ihre Unterschrift zutiefst: «Er hat das Leben meines Mädchens zerstört. Er hätte hingerichtet werden oder lebenslänglich weggeschlossen werden sollen.»
Auch Tran Thi Thao Nguyem bekam 2000 Dollar – und unterzeichnete ein Papier, in dem statt von Sex nur noch von unsittlicher Berührung die Rede war. Ein Fehler! 12 Jahre war sie, als Glitter sich mehrfach an ihr verging. Heute sagt sie: «Sie hätten ihn töten sollen für das, was er uns angetan hat. Ich habe immer noch Albträume, habe Angst, dass er eines Tages zurück kommt und mich findet.»
Wie viele Opfer es gibt? Nguymens ist sicher: «Da waren noch viele andere Mädchen.»
Auch in England melden sich jetzt immer mehr Frauen zu Wort. Frauen, an denen Glitter seine sexuellen Fantasien ausgelebt hat. Rachel Harrison (34) ist eine von ihnen. Sie warnt eindringlich: «Glitter ist eine Gefahr für junge Mädchen.» (aau)
Gary Glitter bei seiner Abreise in Bangkok. Jetzt hält er sich vermutlich in Cornwall auf.- RDB/Reuters