Gimmas fröhliche Beerdigung

  • Publiziert: 13.12.2007, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Gabriel Brönnimann

CHUR – Beerdigungen sind traurige Anlässe. Nicht so die von Gimma (27): Der grinste bei seinem eigenen Begräbnis übers ganze Gesicht. Kein Wunder: Der Provokateur hat Grosses vor!

Donnerstagmorgen. «Gimma geht. Jesus kommt» – steht auf einem Plakat an der Mauer des Bestattungsinstituts «Caprez» in der Churer Altstadt. Auf einer Bank hält Gimma (bürgerlich: Gian-Marco Schmid) eine Rede.

Der Rapper: «Ich hab die Schule geschmissen, den Job gekündigt, meine Freundin ist weg, mein Management auch, ich zügle. Und ich hab keinen Bock mehr auf Gimma, diese Kunstfigur gibts nächstes Jahr nicht mehr.»

Wie bitte? Verabschiedet sich das erfolgreiche Bündner Lästermaul von der Schweizer Hip-Hop-Szene? Weit gefehlt: Gimma kann sich vor lauter neuen Projekten kaum retten!

Sein grösster Coup: ein 100000-Franken-Deal bei Sony BMG mit seiner Ur-Formation, den Oschtblock Kuabuaba! Das sind die wilden Cowboys, die unlängst ein Hotelzimmer in Scuol demolierten (im BLICK). Weiter veröffentlicht Gimma mit DJ Claud eine CD: Im März erscheint ihr Album «Iisziit».

Damit nicht genug der frohen Botschaften: 2009 wird Gimma als Solo-Rapper bereits wieder auferstehen. Er und der Hit-Produzent Roman Camenzind (33) planen eine Zusammenarbeit.

Auf dem Sofa in seiner Wohnung serviert Gimma Guetzli und Punsch. Dann strahlt der Hobby-Gamer: «Heute ist ein guter Tag. Ich werde Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf umarmen und küssen!»

Blocher hingegen kann er nicht leiden. In einem seiner Videos brennt der Politiker lichterloh – nicht der einzige Grund, warum Gimma mit einem Teil der SVP Streit hatte.

play ... und begnadeter Redner. (Philippe Rossier)

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