«Wetten, dass ...?» Gar nicht heiter!

  • Publiziert: 03.03.2008, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Peter Padrutt
play Bei Thomas Gottschalk herrschte Flaute. (Reuters)

HALLE (D) – Die Halle in Halle krachte zwar nicht zusammen – trotz Sturm. Aber irgendwie scheint die Luft etwas raus zu sein aus «Wetten, dass ...?».

Thomas Gottschalk zischte zu Beginn der Sendung ganz schön stürmisch: «Emma bläst – das wird Alice Schwarzer gar nicht gefallen. » Doch was dann zwei Stunden lang folgte, war ein laues Windchen.

Die in Zollikon ZH lebende Opernsängerin Cecilia Bartoli blies zwar heftig – wenn auch völlig falsch – auf der Trompete. Sie musste sich vorgeführt vorgekommen sein, als sie die verlorene Wette einlösen musste. Trotzdem war der wild gestikulierende Wirbelwind Bartoli das Beste an der Show.

Grosse Hollywoodstars fehlten dieses Mal ganz. Dafür machte das ZDF viel Werbung für den Zweiteiler «Die Gustloff». Darsteller Heiner Lauterbach schaute dabei wie ein Schiffbrüchiger aus der Wäsche, der auf dem Sofa mitschwimmen musste, ohne eigentlich richtig zu wollen.

Und sonst? Vier Campingfreunde, die im Inneren eines Wohnmobils hin und her sprangen, machten die Sendung auch nicht zum Hurrikan. Selbst das Finale war nicht stürmisch: 100 Hallenser sollten als Pilzköpfe verkleidet den Beatles-Song «Yellow Submarine » singen. Es kamen nur 63 in lausiger Verkleidung.

Langsam weht Gottschalk eine steife Brise um die Ohren: Obwohl keine Superstars und kein Dschungel-Camp auf RTL liefen, war die Quote wieder nicht gut: Nur 10,28 Millionen Zuschauer (immerhin 33,4 Prozent Marktanteil). Trotzdem muss Gottschalk seine Show jetzt kräftig durchlüften.

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