Fotokunst Lindbergh setzt beim Pirelli-Kalender auf unvollkommene Schönheit

Paris – Kein dominantes Make-Up, viele Nahaufnahmen: Star-Fotograf Peter Lindbergh will im neuen Pirelli-Kalender dem «Terror von Perfektion und Jugend» trotzen. Dafür fotografierte er zahlreiche Filmstars wie Helen Mirren, Uma Thurman und Penelope Cruz ganz natürlich.

Julianne Moore, fotografiert von Peter Lindbergh für den Pirelli-Kalender 2017. play
Julianne Moore, fotografiert von Peter Lindbergh für den Pirelli-Kalender 2017. Keystone/EPA CALENDAR PIRELLI PRESS OFFICE/PETER LINDBERGH/HANDOUT

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Er habe etwas gegen den heutigen «Schönheits-Terror» tun wollen, sagte Lindbergh in einem am Dienstag vorgestellten Video zur 44. Edition des Pirelli-Kalenders. «Alles Unvollkommene ist verschwunden. Und das lässt nur leere Gesichter übrig», kritisierte der Deutsche bei einer Pressekonferenz in Paris.

Der Kalender des italienischen Reifenhersteller ist für erotische Fotografie bekannt. Lindbergh fotografierte seine Models jedoch angezogen und wollte nach eigenen Worten ihre Gefühle einfangen. «Das ist eine andere Art der Nacktheit, die viel wichtiger ist als nackte Körperteile», sagte der Fotograf.

Schon im vergangenen Jahr hatte die Fotografin Annie Leibovitz im Pirelli Kalender starke Frauen überwiegend bekleidet gezeigt und sich kaum um verbreitete Schönheitsideale geschert.

Lindbergh verantwortete den Pirelli-Kalender als erster Fotograf überhaupt bereits zum dritten Mal. Er nahm 14 Filmstars vor die Linse, darunter Jessica Chastain, Penelope Cruz, Nicole Kidman, Charlotte Rampling, Léa Seydoux, Julianne Moore und Kate Winslet. (SDA)

Publiziert am 29.11.2016 | Aktualisiert am 29.11.2016
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