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Die Schweiz verzeichnet den niedrigsten Fernseh-Konsum in ganz Europa. Dies beweist eine neue europäische Studie, die heute von Cablecom veröffentlicht wurde. Nur gerade ein knappes Drittel aller Schweizer verbringt täglich mehr als zwei Stunden vor der Glotze. Und: Je älter der Mensch, desto mehr schaut er fern.
Mehr als zwei Drittel der TV-Konsumenten drücken den «On»-Knopf, um sich zu Informieren. Bei den Menschen über 50 sind es sogar 86 Prozent. Und bei den Nachrichten sind öffentlich-rechtliche Sender eindeutig glaubwürdiger als private Stationen.
Auch dies ist ein grosser Unterschied zum übrigen Europa. Dort stufen die Hälfte der Zuschauer die News-Sendungen der Privaten als ebenso vertrauenswürdig ein.
Einen hohen Stellenwert am Fernsehen hat politische Information. 71 Prozent der Schweizer interessieren sich für nationale Politik und gar 73 Prozent für europäische Politik. Gleichzeitig gaben fast zwei Drittel der Befragten an, dass ihr Wahlverhalten von den politischen Debatten im Fernsehen beeinflusst wird.
Im Rahmen der Umfrage bei mehr als 6000 Fernsehkonsumenten wurde aus zehn Kandidaten auch der beliebteste Nachrichtensprecher in der Schweiz bestimmt. Auf dem ersten Platz figuriert Stephan Klapproth vom Nachrichtenmagazin «10vor10» vor Tagesschausprecher Heinrich Müller und Darius Rochebin vom Westschweizer Fernsehen TSR.
Cablecom verleiht Klapproth dafür den «Swiss TV Award» in der Höhe von 20’000 Franken. Klapproth spendet das Geld der Berner Hilfsorganisation «Goutte deau», die gegen Kinderhandel und Kinderprostitution in Asien kämpft.