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Mister Schweiz Tim Wielandt absolviert seinen WK mit extra viel Urlaub. (Blick / Toini Lindroos)
Welcher Wehrmann kennt das nicht: Auch während des Dienstes fürs Vaterland gibt es wichtige Termine in Berufs- und Privatleben. Wie gut hats da unser Mister Schweiz, Tim Wielandt: Er darf seinen Kampfanzug gegen einen privaten «Ausgänger» eintauschen – wann immer ein PR-Kunde zum Appell ruft.
Derzeit absolviert Wielandt als Motorfahrersoldat der Sanitätsschule 42 seinen WK in Airolo. Urs Brülisauer (36) von der Mister- Schweiz-Organisation: «Wenn Tim für Shootings oder Anlässe gebucht ist, darf er diese Aufträge wahrnehmen.»
Beispiel gefällig? Während seine Kameraden im Schneetreiben rumrobben, steht Tim heute bei der Premiere des Zirkus-Spektakels «Salto Natale» auf dem roten Teppich stramm. Worüber der schöne Mister nicht allzu unglücklich ist: «Ich muss nicht vors Kriegsgericht für meine Urlaubsgesuche», lacht er. «Ich leiste zwar meinen Dienst, aber meine Vorgesetzten sind sehr verständnisvoll.» Etwa drei Tage in der Woche seien vom Urlaub tangiert.
Wie aber kommt Tim zu seiner Extrawurst – zumal seine Vorgänger mit dem Militär im Dauerclinch waren? Wielandts Schulkommandant, Oberst Aron Moser, erklärt BLICK: «Tim hat mehr Urlaub als sonst jemand – das ist logisch, weil er auch mehr Sachen macht als andere.»
Beim Schweizerischen Arbeitgeberverband kriegt der Mister hingegen keine Schützenhilfe. Ruth Derrer Balladore, Mitglied der Geschäftsleitung und zuständig für das Ressort Arbeitspolitik, ist erstaunt, dass Tim den WK nicht gleich um ein Jahr verschiebt. Denn seine Extrawurst könnte auch für schlechte Stimmung unter den Kameraden sorgen – «vor allem, wenn die den Eindruck bekommen, da kommt und geht einer, wie er will».
Was halten Sie davon, dass der schönste Schweizer im Militär eine Extrawurst geniesst? Schreiben Sie uns!