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«Wenn sich herausstellt, dass massiv betrogen wurde, ist Deutschland in Kiew nicht dabei», sagte ARD-Programmdirektor Günter Struve der «Bild»-Zeitung. In beispielloser Eintracht appellierten zwölf ehemalige deutsche Grand-Prix-Teilnehmer an die 22-jährige Gracia Baur, nicht an dem Wettbewerb teilzunehmen.
Nicole, Guildo Horn, Corinna May, Lena Valaitis oder Nino de Angelo in einem in der «Bild»-Zeitung abgedruckten offenen Brief an Gracia: «Du singst nicht für Dich, sondern für Dein Land. Solange der Verdacht der Manipulation auf diesem Lied liegt, schadet der Auftritt nicht nur Deiner Karriere, sondern auch dem Ansehen Deutschlands.»
Momentan lehnt es der für den Eurovision Song Contest zuständige NDR aber weiterhin ab, auf Gracia zu verzichten – unter Manipulationsverdacht stehender Musikproduzent David Brandes hin oder her.
Bereits Anfang der Woche hatte NDR-Unterhaltungschef Jürgen Meier-Beer erklärt: «Gracia bleibt die Vertreterin Deutschlands beim Eurovision Song Contest am 21. Mai in Kiew.» Die Sängerin sei schliesslich durch eine korrekte Telefon- und SMS-Abstimmung gewählt worden. Die für den Wettbewerb verantwortliche Europäische Rundfunkunion (European Broadcasting Union – EBU) sieht ebenfalls «keinen offiziellen Hinderungsgrund» für ihre Teilnahme.
Derweil hat die Plattenfirma Universal die Sängerin nach Informationen von «Bild» fallen gelassen und erwägt sogar eine Klage gegen sie. Gracia soll ihrer Universal-Kollegin Jeanette Biedermann ebenfalls die Manipulation der Charts unterstellt haben.
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Da freute sie sich noch auf Kiew: Jetzt kommt Gracia immer mehr unter Druck, wegen ihrem betrügerischen Ex-Produzenten auf die Teilnahme am Eurovision Song Contest zu verzichten. (Keystone)