Die türkisch-schweizerische Sängerin Emel zum Fussball-Knüller Schweiz vs. Türkei «Die Schweizer haben gute Chancen»

ZÜRICH – Das Herz von Soul-Sängerin Emel schlägt für beide Seiten, sowohl für die Türkei als auch für die Schweiz. Mit Blick.ch sprach die 33-Jährigen über ihre Fan-Gefühle, Angst vor Schlägereien und das Glück beim Spiel.

  • Aktualisiert am 14.01.2012
  • Von Yasmin Merkel
Emel sieht sich das Spiel live in Basel an.

Blick.ch: Für wen fanen Sie?
Emel: Ich kann überhaupt keine nationalen Gefühle aufbauen. Ich werde mich für die Schweizer wie auch für die Türken freuen. Und mit den Schweizern wie mit den Türken weinen! Wenn ich einer Gruppe mit Türken bin, dann feuere ich die Eidgenossen an. Umgekehrt bin ich für die Türken, wenn ich mit Schweizern zusammen bin.

Und wie feiern Sie heute?
Ich habe ein Ticket für das Spiel bekommen und bin darum in Basel – inmitten von türkischen und Schweizer Fans. Deshalb freue ich mich für jedes Tor, egal auf welcher Seite es fallen wird.

Das macht es aber nicht gerade leicht.
Ja. Eigentlich ist es das total falsche Spiel, was ich anschaue. Ich hoffe auch, dass es nicht zu irgendwelchen Schlägereien kommt.

Sie denken an die Ausschreitungen im Herbst vor drei Jahren?
Ja. Damals schaute ich mir das Spiel mit Freunden in einer Bar an und jubelte zu jedem Tor der türkischen Mannschaft. Als es dann danach zu den Randalen kam, wurde ich immer ruhiger. Es geht einem schon sehr nahe, wenn so was passiert. Man hatte so etwas mit der Schweizer Nati auch noch nicht gesehen.

Trotzdem: Wer gewinnt heute Abend?
Beim Spiel der Türken war ich schon etwas enttäuscht. Bei den Schweizern hingegen, war ich überrascht, wie gut sie waren. Deshalb glaube: Sie haben gute Chancen. Doch schlussendlich ist es wie bei einem Töggeli-Turnier. Es gehört auch sehr viel Glück dazu.

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