LONDON - Die Eröffnungsfeier startete mit einem Milliardenpublikum. Dann flackerte das Olympia-Feuer in der Schweiz mässig. Erst nach Federers Medaille kam die volle Begeisterung.
500 Personen befragten die Meinungsforscher von Marketagent.com exklusiv für «Blick am Abend» zu den Olympischen Spielen. Sie stellten kurz vor Beginn der Spiele Fragen zum generellen Interesse, zu den beliebtesten Sportarten und zum Thema Bestechung.
26,8 Prozent der Befragten hielten die Olympischen Spiele für «mittelmässig interessant». Rund 20 Prozent interessierten sich sehr.
Die Spitzenposition bezüglich Beliebtheit nimmt klar Roger Federer ein. 72,5 Prozent der Befragten nannten Tennis. Auf Platz 2: Leichtathletik (52,5 Prozent), gefolgt von Schwimmen mit 36,4 Prozent.
Triathlon und Reiten, wo Schweizer Gold holten, wurden erst an 8. und 9. Stelle genannt. Als sich abzeichnete, dass Gold drin liegen könnte (Nicola Spirig im Triathlon und Steve Guerdat im Springreiten), wich das Fernsehverhalten von den Vorhersagen ab (siehe Box).
Bei der Vergabe des Austragungsortes hegten die Befragten kaum Zweifel, dass in London alles mit rechten Dingen zu und her ging.
Ganz anders bei der Fussball-WM in Katar 2022: Knapp 25 Prozent glauben, dass diese Wahl «keinesfalls korrekt» ablief.
Den Deutschen dagegen trauen die Befragten, obwohl Fifa-Präsident Sepp Blatter in einem «SonntagsBlick»-Interview seine Zweifel an der damaligen Vergabe angedeutet hatte.
Positive Bilanz für Präsenz Schweiz im House of Switzerland 2012. Rund 255000 Besucher Besucher erlebten debkreativen und Schweizer Auftritt in London.
Über eine halbe Million sahen sich die Eröffnungsfeier am Schweizer Fernsehen an. Das entspricht einem Marktanteil von 59,4 Prozent. Danach dümpelten die Zahlen zwischen 150000 und 200000. Erst beim Tennisduell Federer–Murray schnellte die Quote auf 586000 Zuschauer hoch. Und der 100-Meterfinal mit Superstar Usain Bolt holte 718000 Menschen vor den Fernseher. Die Highlights des Tages inklusive Analyse interessierten im Schnitt 610000 Personen (55,3 Prozent). Die Quote der Schlussfeier liegt noch nicht vor.