Coup Aargau für die Mister

BADEN AG – Auto fahren sollen sie nicht können, die Aargauer. Dafür zaubert einer den neuen Mister-Schweiz-Kandidaten ein Leuchten aufs Haupt: Coiffeur Sandro Bross hat ihnen die legendäre 80er-Frisur «Coup de Soleil» verpasst!

  • Publiziert: 12.02.2008, Aktualisiert: 14.01.2012
  • Von Flavia Schlittler und Lukas Rüttimann

Es werde Licht: 16 neue Kandidaten wollen am 5. April die Nachfolge von Mister Schweiz Tim Wielandt (34) antreten. Und bereits jetzt kristallisiert sich bei einigen von ihnen ein Geheimrezept raus: der «Coup Aargau» von Starfigaro Sandro Bross.

«Coup Aargau»? Die Kreation des Badener Coiffeurs ist nichts anderes als eine moderne Version der 80er-Jahre-Frise «Coup de Soleil», auch bekannt als Highlights oder Mèches.

Gleich fünf der 16 Kandidaten sind nicht durch das süsse Nichtstun am Strand braun im Gesicht und hell auf dem Kopf geworden – sondern durch die goldenen Händchen von Sandro Bross, seit der Jugend Fan von blondierten Strähnchen. «Bei einem Mann ist das für mich die einzig akzeptable Haarfarbveränderung», sagt er.

Das gilt auch für Schönlinge: Kandidat Arnaud Quarré de Champvigy etwa fuhr Haarkünstler Bross mit dem Handschuh durch die Fransenpartie, aus Matthias «Goldi» Goldinger machte er eine waschechte Blondie. Bei Marco Bühler wurde der bestehende «Coup de Soleil» leicht modifiziert – und bei Silvan Salzmann soll dann kurz vor der Mister-Wahl noch mal so richtig schön aufblondiert werden.

Der helle Mann – feiert er bald gar ein haariges Comeback in der Schweiz? Bross: «Der Surferlook ist derzeit tatsächlich total gefragt. Aber auch generell der Trend zu mehr Haar. Die jetzigen Kandidaten haben mehr auf dem Kopf, das Geschorene ist out.»

Der «Coup de Soleil» – ein Spiel von Licht und Schatten. Was lange nur Frauen vorbehalten war, soll jetzt auch wieder Männer-Häupter zum Strahlen bringen. Ein Highlight hier, ein Strähnchen da – der totale Triumph des Metrosexuellen? «Überhaupt nicht», so Bross energisch. «Blondierte Männer sind männlich und modern.»

Und wer es anders sieht, ist wohl einfach nicht hell genug.

Prominente aufblondiert

ZÜRICH – Der «Coup de Soleil» hat schon die buntesten Hunde schöner gemacht!

Was haben «DSDS»-Juror Dieter Bohlen (46), Rockröhre Rod Stewart (67) und der ehemalige Aargauer Schiedsrichter Urs Meier (49) gemeinsam? Richtig, sie alle sind stolze Botschafter von blonden Mèches im Haar, unerschrockene Träger des schicken 80er-Stils. Vor allem Schotten-Barde Rod Stewart («Blonds Have More Fun», Bild) hält das Banner der Blondierten nun schon seit nahezu drei Jahrzehnten hoch. Ebenfalls oft mit mehr oder weniger dezenten Mèches zu sehen sind oder waren Verleger Jürg Marquard (62), TV-Moderator Kurt Aeschbacher (59) oder «Tagesschau»-Moderator
Franz Fischlin (44).
play Coiffeur Sandro Bross. (Toini Lindroos)

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