Brandes zockte Investoren ab

  • Publiziert: 15.04.2005, Aktualisiert: 03.01.2012

BERLIN – Ganz schön dreist: «Vanilla Ninja»-Produzent David Brandes knüpfte Investoren für einen vermeintlichen Sommerhit 230000 Franken ab – und liess sie noch CDs kaufen.

Neuer Hitparadenskandal um David Brandes. Im TV-Magazin «Akte 05» erzählte ein Investoren-Paar, wie sie dem Musikproduzenten 230000 Franken überwiesen.

Mit dem Geld liess Brandes im Jahr 2004 von zwei rumänischen Zwillingsmädchen unter dem Namen «Indiggo» den Titel «Hip Hop Jam» – eine Billigkopie des 2003-Hits «Ketchup Song» – aufnehmen. Dazu drehte er ein Musikvideo, das wohl jeder Amateurfilmer besser hinbekommen hätte.

Den Investoren versprach er aber den ultimativen Sommerhit. Damit es auch sicher klappt, mussten sie Tausende der eigenen CDs in deutschen Musikläden kaufen.

Doch damit guckte das Investorenpaar gleich doppelt in die Röhre. So erreichte die Single in den deutschen Charts nur Platz 57 – keine Spur vom Sommerhit 2004. Schliesslich kassierte Brandes nochmals 7500 Franken, damit er weitere 600 CDs kaufen konnte – natürlich ohne Erfolg.

Rund um die Girl-Band «Vanilla Ninja», welche die Schweiz am diesjährigen «Eurovision Song Contest» vertritt, lieferte «Akte 05» keine weitere Neuigkeiten.

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